Mailinglist Archive: opensuse-de (7486 mails)

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Re: SuSE 8.0 auf der Cebit
Am Don, 2002-03-07 um 10.23 schrieb Thorsten Kukuk:
On Thu, Mar 07, Ralf Corsepius wrote:

Wenn es ein Veto gibt, dann von den Entwicklern: das Problem ist, dass
ein
öffentlich zugängliches Bugzilla durch unqualifizierte Bugreports
zugemüllt
würde. Im Moment übt feedback@xxxxxxx da ganz klar auch eine
Filter-Funktion
aus.
Gleichzeitig schilderst Du aber in einer anderen Mail, dass feedback
überlastet sei - Mir würde das zu denken geben.

Stell Dir mal vor, das ganze würde ohne Filter sofort bei den Entwicklern
aufschlagen.
Kann ich mir gut vorstellen :)

Aus meiner Sicht als Aussenstehender hat sich feedback schon desöfteren
als nicht funktionierend und uneffektiv erwiesen.

Kann ich zum Glück nicht bestätigen.
Nun gut, das musst Du ja sagen - Du bist parteiisch :)
Ich sprach ja auch von "desöfteren" und nicht von konstantem /dev/null!

Allerdings kann ich Dir von einigen von mir verschickten ernsten
Bugreports berichten auf die nie eine Reaktion kam und die teilweise
Wochen später irgendwie behoben wurden (oder auch nicht).

Ich habe mir deshalb angewöhnt, alle grösseren (SuSE-)Bugs gleich direkt
an die mutmasslich Verantwortlichen zu schicken und nur noch Marginales
an feedback zu schicken oder aber mit CC: an Entwickler und Feedback zu
arbeiten.

1. Die Schwelle, etwas in ein Bugtrackingsystem zu stellen, liegt
deutlich höher als die eine Email zu schreiben.

Die Erfahrungen zeigen da aber was völlig anderes, schau Dir mal
öffentliche Bugtrackingsystem an. Die Schwelle ist identisch.
Hmm, meine Erfahrung wiederspricht dem, da ich einerseits auch am
anderen Ende von Bug-Trackingsystemen sitze, anderseits für mich der
Aufwand ein Bugtracksystem zu füllen deutlich höher ist, wie eine Email
zu schreiben.

Für die Masse der "Home-User" dürfte noch der zusätzlich DialOut Aufwand
hinzukommen - Füllen eines Web-basierten Bugtrackingsystems
(Bugzilla/rt2) kostet!.

2. Vernünftig konfigurierte Bug-Trackingsysteme sind in Kategorien
unterteilt, die intern in verschiedene Mail-Verteiler umgesetzt werden.
D.h. allein dadurch reduziert sich der auf Mitarbeiter aufprallende
Mail-Traffic ganz erheblich. Anstatt, dass 5 Mitarbeiter feedback
durchforsten müssen (und möglicherweise einiges unter den Tisch fällt),
verteilt sich der Mail-Traffic dann automatisch auf kleinere Gruppen.

Häh? Wo soll der Unterschied sein, ob 5 Leute eine Liste abarbeiten
oder 5 Leute 5 Listen, wobei jeder nur für seine eigene zuständig ist?
Der wesentliche Unterschied: Die Reports sind schon vorsortiert. Jeder
der "Sortierer" bekommt nur noch eine Untermenge der Masse, könnte auf
"Standard"-Reports einigermassen kompetent beurteilen und ggf
beantworten bzw. gezielter weiterleiten.

Alle E-Mails werden angesehen, da fällt höchstens eine unter dem Tisch
weil der Author nicht in der Lage war, sein Problem so zu beschreiben
das es als Problem auch erkennbar ist.
Deine Lösung verschlechtert es eher noch, was passiert, wenn auf einer
Liste mehr Mail kommt als auf einer anderen oder ein Bearbeiter krank
wird oder in Urlaub geht?
Klar, das wäre ein Problem. Nur, existiert dieses nicht jetzt auch schon
nur in anderer Form?

Viele machen Vieles und müssen deshalb aber von den Detail keine Ahnung
haben? Ich kenne Eure interne Abläufe nicht, kann mir deshalb an dieser
Stelle kein Urteil erlauben.

Klar, wenn diese Verteiler dann direkt zu den Entwicklern gehen, erhöht
sich deren Traffic. Nur ändert das nichts an den Problemen der Anwender
mit den Produkten/Verantwortlichkeiten der Entwickler.

Nein, damit hälst Du die Entwickler vom entwickeln ab, für den Anwender
ändert sich kurzfristig nichts und langfristig kann das Produkt nur
schlechter werden.
Euer jetziges Vorgehen verhindert aber, dass Feedback zu den Entwicklern
durchdringt - Mal ganz davon abgesehen, dass es nicht nur
deutschsprachige Entwickler und nicht nur deutschsprachige Bug-Reports
gibt.

3. Bugtracking-Systeme sind in der Regel durchsuchbar und helfen dadurch
unnötige Bugreports zu vermeiden

Was aber keiner macht.
Es mag sein, dass es keiner der Distributoren so macht ... sehr viele
Entwicklergruppen machen es aber.

Schau Dir öffentliche Bugtracking Systeme an.
Ich kann Dir einige nennen:

http://bugzilla.ximian.com
http://bugzilla.gnome.org
Diverse gnats Listen auf http.//sources.redhat.com

Wobei ich hier allerdings auch feststellen muss, dass diese
Bugtrackingsysteme oft auch nicht gerade toll funktionieren, sondern
oftmals Verantwortung nur abgewiesen wird (WONTFIX not ...), sich
zuständig fühlt diese Bugs dann an die Zuständigen auch weiterzuleiten
(Klassiker: Übersetzungsbugs), oder einfach verwahrlosen.

Ralf



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