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Re: SuSE 8.0 auf der Cebit
  • From: B.Brodesser@xxxxxxxxxxx (Bernd Brodesser)
  • Date: Thu, 28 Feb 2002 02:44:46 +0100
  • Message-id: <20020228014446.GA15111@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx>
Hallo Henne,

* Henne Vogelsang schrieb am 27.Feb.2002:
On Wednesday, February 27, 2002 at 11:55:09, Helga Fischer wrote:
Am Mittwoch, 27. Februar 2002 10:46 schrieb Huber Timo (CS-AS/EMT2):

Habe nur folgende Info dazu:
Die nächste Version von SuSE Linux wird Ende März 2002
erscheinen. Auf der CeBIT 2002 (Halle 3) werden wir die neuen
Features bereits präsentieren.

Richtig interpretiert müßte es heißen: Wir stellen die kommenden
Features für den Herbst schon im Frühjahr vor.

[......]

Also, liebe SuSE-Leute, SuSE 7.4 ist gerechtfertigt. Die SuSE 8.0
könnt ihr dann im Herbst/Winter guten Gewissens verkaufen, bis
dahin dürften dann die übelsten Macken aus den großen Anwendungen
draußen sein.

Ich bin doch immer wieder übergerascht wieviel ihr 2 Wochen vorm release
von dem Produkt kennt ;) Ihr habt sicherlich alle mitgearbeitet oder
habt zumindest kraftvollen beta test gemacht?

Nicht? oh...

Nein, aber wir haben alle so unsere Erfahrungswerte aus vergangene
Releases.

Füße still halten. Abwarten. Angucken wenn ihr wollt. _Dann_ erst
beurteilen. So sollte man das machen wenn man fair ist. Wem das nicht
reicht dem steht es frei sich bei SuSE zu bewerben und alles besser zu
machen.

Und Du meinst, wir hätten dann Einfluß darauf?

Damit ich nicht mißverstanden werde. Wenn SuSE was falsch macht dann
bitte qualifizierte Rückmeldung geben. Aber _Glaubensfragen_ wie
Versionsnummern, Releasezyklen oder ähnliches stehen irgendwie nicht
grade zu diskussion. Technisches Feedback ist sehr willkommen.

Aber genau das ist doch der Punkt. Keiner hat sich über die
technische Qualifikation der neuen Release beschwert. Ganz einfach,
weil sie noch keiner kennt. Aber es scheint so zu sein, daß nicht
Techniker über die Versionsnummern entscheiden, sondern
Marktstrategen. Und genau das kotzt viele Leute an.

Warum haben dann die Jungs und Mädels hier Linux? Die meisten doch
nicht, weil sie von vorneherein ein UNIX als überlegen ansehen, und
auch nicht, weil ihnen von vorneherein das OpenSource-Konzept
überzeugt hat, sondern weil sie sich von einem großen
Softwarehersteller abgewandt haben, der im HomeComputerbereich eine
Marktbeherrschende Stellung hat. Und warum haben sie sich von diesem
Hersteller abgewandt? Weil in dessen Software zu viele Bugs sind?
Weil diese Software nicht stabil genug ist? Nicht wirklich. Das mag
zwar alles zutreffen, aber der wahre Grund liegt doch eher bei den
Marktschreierischen Umgang dieses Herstellers mit seinen Kunden.

Viele Menschen mögen dies nicht sonderlich. Auch haben sie genug
von irgendwelchen Entscheidern, die keine Ahnung von der Technik
haben, aber nach irgendwelchen hahnebüschenden Kriterien
entscheiden, oftmals vollkommen an den Wünschen der Anwender vorbei.

Was wir wollen, ist eine Software von Anwender für Anwender, dafür
steht Linux, und das mögen wir. Jedes Marktstrategische ist uns
zutiefst zuwieder. Ist das nicht übertrieben? Doch ist es, aber
bedenke, ohne diese Leute, wäre Linux nicht das, was es ist.

Marktstrategie überlassen wir lieber oben genannten Softwareriesen.

Andere sehen das sicherlich anders. Es ist Eure Entscheidung, ob Ihr
kritische User haben wollt oder nicht.

Bernd

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