Mailinglist Archive: opensuse-de (6022 mails)
| < Previous | Next > |
Re: wirklichen rambedarf ermitteln
- From: Konrad Neitzel <neitzel@xxxxxxxxxxxxxxx>
- Date: Fri, 01 Feb 2002 10:31:20 +0000
- Message-id: <E16WayX-00019o-00@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx>
Hallo liste!
m.kammerer_SL@xxxxxx wrote:
Da siehst Du doch eigentlich alles. used - cached ist der Bedarf ohne
den dynamischen Cache. Das sollte eigentlich an Info ausreichen, oder?
Na - von solch einer Regel halte ich absolut _nichts_! Wann in welchem Bereich?
Als ich Oracle auf meiner Linux-Kiste installiert hatte (War damals der erste
Port,
den Oracle richtg freigegeben hatte für Entwickler), wurde da z.B. geschrieben:
Verhältnis 1:3 wird empfohlen. Wenn die Kiste >= 2 GB RAM hat, dann würde 1:2
ausreichen!
Die Frage ist lediglich, was Du auf der Kiste machen willst. Ich bin von der 1:2
Regel schon lange runter. Ich habe Kisten mit mind. 256 MB und 512 MB Swap ist
schlicht Unsinn. Wenn ich mir vorstelle, dass die Kiste 200 MB Swappen muss,
dann
ist das recht hart. (Festplatten sind ja nicht gerade die schnellsten!).
Man wird bei mir nicht mehr als 256 MB Swap finden. Somit habe ich zum Teil
ein Verhältnis von 2:1! Und spätestens wenn ich eine Statistik des benutzten
Swaps
anfertige, dann wird mir niemand raten, da mehr einzurichten!
Die Frage ist in meinen Augen hier, wer soll den Swap wann nutzen? Mal
angenommen,
Du hast einen Newsserver mit Newseingang von 10 GB in ich weiss nicht wie vielen
Newsartikeln. Du hast traditional storage weil never change a running system.
Und zu guter Letzt läuft dann nachts ein expire Job, der nun 1 GB Speicher für
sich haben will. Hier kann es dann durchaus sinnvoll sein, entsprechenden
SWAP zur Verfügung zu haben. (Hinkt auch wieder - wenn er hier Swapt, dann wird
der Expirelauf nie fertig! Mist. Egal!)
Was ich aber sagen will: Du musst Dir ansehen, wann welche Prozesse in
ungünstigen
Momenten wieviel Speicher brauchen.
Swap kann auch gut sein, wenn der Kernel ein Speicher-Leak hat und deshalb
immer
mehr Speicher verbraten wird. Da er auf diesen nie mehr zugreifen wird, kann er
diesen auch gerne auf Platte schreiben. Ein Swap von 20 GB würde hier die
mögliche
Restlaufzeit drastisch erhöhen. Aber richtig Sinn macht es nicht!
Ich dimensioniere alles so, dass der normale Betrieb im Speicher statt findet.
Und
dann stellt sich die Frage, wie viel Sicherheit ich noch brauche.
Mit den besten Grüßen,
Konrad Neitzel
-----
SoftMediaTec GmbH
Rudolfstr. 19
60327 Frankfurt / Main
Tel: 069 / 27 22 09 25
m.kammerer_SL@xxxxxx wrote:
Wie kann ich den wirklichen Ram bedarf ermitteln?
free liefert immer dass der Ram voll ausgelastet ist, und dass der
swap noch frei ist
hier mal ein auszug von free
total used free shared buffers
cached
Mem: 261672 258432 3240 0 89748
110464
-/+ buffers/cache: 58220 203452
Swap: 133048 128 132920
Da siehst Du doch eigentlich alles. used - cached ist der Bedarf ohne
den dynamischen Cache. Das sollte eigentlich an Info ausreichen, oder?
Ich weiss, dass der swap normalerweise 2x mem sein sollte, aber das
ist ne 6.4er SuSE und der Ram wurde nach und nach erhöht.
Na - von solch einer Regel halte ich absolut _nichts_! Wann in welchem Bereich?
Als ich Oracle auf meiner Linux-Kiste installiert hatte (War damals der erste
Port,
den Oracle richtg freigegeben hatte für Entwickler), wurde da z.B. geschrieben:
Verhältnis 1:3 wird empfohlen. Wenn die Kiste >= 2 GB RAM hat, dann würde 1:2
ausreichen!
Die Frage ist lediglich, was Du auf der Kiste machen willst. Ich bin von der 1:2
Regel schon lange runter. Ich habe Kisten mit mind. 256 MB und 512 MB Swap ist
schlicht Unsinn. Wenn ich mir vorstelle, dass die Kiste 200 MB Swappen muss,
dann
ist das recht hart. (Festplatten sind ja nicht gerade die schnellsten!).
Man wird bei mir nicht mehr als 256 MB Swap finden. Somit habe ich zum Teil
ein Verhältnis von 2:1! Und spätestens wenn ich eine Statistik des benutzten
Swaps
anfertige, dann wird mir niemand raten, da mehr einzurichten!
Die Frage ist in meinen Augen hier, wer soll den Swap wann nutzen? Mal
angenommen,
Du hast einen Newsserver mit Newseingang von 10 GB in ich weiss nicht wie vielen
Newsartikeln. Du hast traditional storage weil never change a running system.
Und zu guter Letzt läuft dann nachts ein expire Job, der nun 1 GB Speicher für
sich haben will. Hier kann es dann durchaus sinnvoll sein, entsprechenden
SWAP zur Verfügung zu haben. (Hinkt auch wieder - wenn er hier Swapt, dann wird
der Expirelauf nie fertig! Mist. Egal!)
Was ich aber sagen will: Du musst Dir ansehen, wann welche Prozesse in
ungünstigen
Momenten wieviel Speicher brauchen.
Swap kann auch gut sein, wenn der Kernel ein Speicher-Leak hat und deshalb
immer
mehr Speicher verbraten wird. Da er auf diesen nie mehr zugreifen wird, kann er
diesen auch gerne auf Platte schreiben. Ein Swap von 20 GB würde hier die
mögliche
Restlaufzeit drastisch erhöhen. Aber richtig Sinn macht es nicht!
Ich dimensioniere alles so, dass der normale Betrieb im Speicher statt findet.
Und
dann stellt sich die Frage, wie viel Sicherheit ich noch brauche.
Mit den besten Grüßen,
Konrad Neitzel
-----
SoftMediaTec GmbH
Rudolfstr. 19
60327 Frankfurt / Main
Tel: 069 / 27 22 09 25
| < Previous | Next > |