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KDE und Unix-Philosophie (was: Re: Konqueror-Start langsam und mit Fehlern unter X (non-KDE2))
- From: Konrad Neitzel <neitzel@xxxxxxxxxxxxxxx>
- Date: Mon, 07 Jan 2002 12:24:50 +0000
- Message-id: <E16NYpe-0000H3-00@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx>
Hallo Bernd, Hallo Liste!
B.Brodesser@xxxxxxxxxxx wrote:
Nunja ... das mit der "Philosophie" sehe ich genau so. Nur eben sollte man
nicht
auf Zwang alles unterteilen.
Bitte erläutere doch einmal, wo KDE diese Unterteilung nicht macht?
Die Unterteilung aus Sicht der KDE Entwicklung sieht aber etwas anders aus.
Hier
hat man dann mehrere Libs, die ich nutzen kann. KDE Applikationen können
miteinander
kombiniert werden und all sowas!
Ich nehme jetzt einfach einmal KMail. KMail unterstützt genau dies auch! Ich
kann
die Mails an den lokalen sendmail übergeben. Ich kann die Post von fetchmail
holen
lassen und ich kann irgend welche externen Programme filtern lassen ...
Aber ich kann zusätzlich noch mehr ... bei Bedarf gibt KMail die Mails direkt
bei
einem anderen Server ab ... (SMTP ist halt ein Standard, der von KMail auch
unterstützt wird!) oder es wird mittels IMAP / POP3 auf irgendwelche Postfächer
zugegriffen.
Die Open-Source Philosophie umfasst die Unix-Philosophie und geht noch deutlich
weiter! Ich will nicht nur irgendwelche abgeschlossenen Programme haben, die ich
nutzen kann (sendmail, fetchmail, ....) sondern ich will es in Lib-Form haben,
damit ich noch schneller und besser drauf zugreifen kann! (Das Beispiel
eMail-System
hinkt an der Stelle, denn da funktioniert es so recht gut. Aber nimm
irgendwelche
Zeutkritischen Dinge oder Dinge, wo etwas oft wiederholt wird! Eine 3D Lib a.
la.
OpenGL fällt mir da so ein! Da kommt man mit einem CLI nicht sehr weit!)
Aus einer Lib bei Bedarf eine CLI zu basteln ist trivial! Aber umgekehrt ist es
schwer. (Wobei man dabei auch aufpassen muss. Es kann Sicherheitsrelevante Dinge
geben. Siehe z.B. das aktuelle Linux Magazin mit dem Bericht zum GPG Wrapper.)
Hier ist dann aber die Lizenzfrage extrem wichtig. Unter welche Lizenz stelle
ich
denn meine Lib? Das entfällt bei Programmen eher!
Aber dazu schreibe ich jetzt nicht mehr, denn das kann sich jeder auf den
bekannten Webseiten ansehen (z.B. www.gnu.org).
Leute
so gross ist. Nur eben sieht man vor allem die, die schreien!
Dann verändere doch einfach die Auflösung. Dies geht auch im Text-Modus!
Und schon hast Du eine schöne und optimale Auflösung im Textmodus mit x*y
Zeichen.
Das ist ja auch gar nicht Sinn der Sache! Wo kämen wir denn hin, wenn Anwender
in den Quellcode schauen sollten? Bei KDE ist ja selbst das Übersetzen ein
Luxus,
auf den ich sehr gerne verzichte (Wie lange kompiliert man denn, bis man alle
Pakete endlich übersetzt hat? Ich meine im LinuxMagazin oder LinuxUser stand mal
etwas von 2 Tagen reine Kompilierzeit auf einem normalen Rechner dessen
Spezifikationen ich nicht kenne :) )
Wenn ich KDE hochfahre sieht es immer gleich aus. Für mich ist und bleibt der
Computer eine deterministische Maschine und ich wäre entsetzt, wenn jedes Mal
alles anders wäre! Da würde mich doch einmal interessieren, was da genau
gemacht wurde :-))
ein BUG (der gemeldet und entfernt werden muss) oder ein simples Missverständnis
(und der Prozess soll durchlaufen, weil es ein Dämon ist!).
Also nun einmal bitte "Butter bei die Fische":
- Wo verhält sich KDE immer anders?
- Wo bleiben welche Temporären Files zurück?
- Was für Prozesse bleiben hängen?
und natürlich:
- welche Versionen hast Du installiert?
Es mag sein, dass es Fehler gibt. Ich bin mir sogar sicher, dass es viele Fehler
gibt! Aber so extrem, wie es hier ausgedrückt wurde, ist es auf jeden Fall
nicht,
oder ich war bisher blind, weil ich nicht darauf geachtet habe!
Was hängende Prozesse angeht: Wenn ein Parent-Prozess gekillt wird, dann reisst
dieser meines Wissens die Child-Prozesse alle mit. So gesehen kann ich das mit
den
hängenden Prozessen nicht ganz nachvollziehen.
Mit den besten Grüßen,
Konrad Neitzel
-----
SoftMediaTec GmbH
Rudolfstr. 19
60327 Frankfurt / Main
Tel: 069 / 27 22 09 25
B.Brodesser@xxxxxxxxxxx wrote:
* Frank Baumeister schrieb am 03.Jan.2002:
On Thursday 03 January 2002 04:28, Bernd Brodesser wrote:Umfangreiche Arbeiten werden auf viele kleine Programme verteilt, wo
Ich kann mir auch nicht desWas verstehst Du unter der UNIX-Philosophie?
Eindruckes erwehren, daß viele KDE-Programmiere die
UNIX-"Philosophie" nicht verstanden haben, sondern in Wirklichkeit
Windows programmieren möchte. Ich schreibe mit Absicht
UNIX-"Philosophie" und nicht Linux-"Philosophie", weil ich hier
ausdrücklich nicht die GPL meine.
jedes nur ein ganz bestimmten Teil macht, das aber gut. So gibt es
nicht einfach ein Mailreader, der alles macht, sondern ein Programm,
etwa fetchmail, daß die Mails vom Provider holt, ein MTA, etwa
sendmail, das die Mails weiterleitet, ein MDA, etwa procmail, das
filtert und sortiert, ein MUA etwa mutt mit dem man die Mails
betrachten kann und ein Editor, etwa vim mit dem man die Mails
schreibt. Das mag sich im ersten Moment kompliziert anhören, aber es
hat z.B den Vorteil, daß ich meine Mails mit genau dem selben
Programm schreiben kann mit dem ich auch meine Programme und Skripte
schreibe.
Zum Übersetzen von C gibt es etwa den gcc. Aber eine
Projektverwaltung wird mit make gemacht. Debuggt wird mit gdb,
gebunden wird mit ld, eine Versionsverwaltung bietet cvs usw.
Das hat den Vorteil, daß ich cvs und make auch für TeX benutzen
kann, usw.
Nunja ... das mit der "Philosophie" sehe ich genau so. Nur eben sollte man
nicht
auf Zwang alles unterteilen.
Bitte erläutere doch einmal, wo KDE diese Unterteilung nicht macht?
Die Unterteilung aus Sicht der KDE Entwicklung sieht aber etwas anders aus.
Hier
hat man dann mehrere Libs, die ich nutzen kann. KDE Applikationen können
miteinander
kombiniert werden und all sowas!
Ich nehme jetzt einfach einmal KMail. KMail unterstützt genau dies auch! Ich
kann
die Mails an den lokalen sendmail übergeben. Ich kann die Post von fetchmail
holen
lassen und ich kann irgend welche externen Programme filtern lassen ...
Aber ich kann zusätzlich noch mehr ... bei Bedarf gibt KMail die Mails direkt
bei
einem anderen Server ab ... (SMTP ist halt ein Standard, der von KMail auch
unterstützt wird!) oder es wird mittels IMAP / POP3 auf irgendwelche Postfächer
zugegriffen.
Die Open-Source Philosophie umfasst die Unix-Philosophie und geht noch deutlich
weiter! Ich will nicht nur irgendwelche abgeschlossenen Programme haben, die ich
nutzen kann (sendmail, fetchmail, ....) sondern ich will es in Lib-Form haben,
damit ich noch schneller und besser drauf zugreifen kann! (Das Beispiel
eMail-System
hinkt an der Stelle, denn da funktioniert es so recht gut. Aber nimm
irgendwelche
Zeutkritischen Dinge oder Dinge, wo etwas oft wiederholt wird! Eine 3D Lib a.
la.
OpenGL fällt mir da so ein! Da kommt man mit einem CLI nicht sehr weit!)
Aus einer Lib bei Bedarf eine CLI zu basteln ist trivial! Aber umgekehrt ist es
schwer. (Wobei man dabei auch aufpassen muss. Es kann Sicherheitsrelevante Dinge
geben. Siehe z.B. das aktuelle Linux Magazin mit dem Bericht zum GPG Wrapper.)
Hier ist dann aber die Lizenzfrage extrem wichtig. Unter welche Lizenz stelle
ich
denn meine Lib? Das entfällt bei Programmen eher!
Aber dazu schreibe ich jetzt nicht mehr, denn das kann sich jeder auf den
bekannten Webseiten ansehen (z.B. www.gnu.org).
Nun ja, ich habe manchmal den Eindruck, als wollten einige Linux,Das mag für einige sicher sein. Aber ich denke nicht, dass die Anzahl dieser
weil es Chique ist Linux zu haben und sind dann enttäuscht, wenn
Linux nicht so funktioniert wie Windows.
Leute
so gross ist. Nur eben sieht man vor allem die, die schreien!
besten gefallen. Die Vielfalt und Qualität bei freier Software ist dochDie sehe ich leider ein wenig gefährdet. Mag ja sein, daß es noch
gegeben.
Konsole gibt, aber wird z.B fvwm wirklich noch weiterentwickelt? Ich
habe mir z.B ein Flachbildschirm gekauft. Leider kann man da mit der
Konsole nicht mehr viel mit anfangen. Hat mich keiner drauf
hingewiesen, daß Flachbildschirme nur auf eine Auflösung optimiert
sind und alles andere, sagen wir mal, suboptimal ist. Das ist
allerdings kein Linuxproblem.
Dann verändere doch einfach die Auflösung. Dies geht auch im Text-Modus!
Und schon hast Du eine schöne und optimale Auflösung im Textmodus mit x*y
Zeichen.
Ich muß gestehen, daß ich mir den Quellcode noch nie angeschautDoch, KDE ist reichlich undurchschaubar. Klar, es gibt Quellcode,
aber das ist ja wohl ein bisschen viel, wenn man den durcharbeiten
möchte. Jedesmal, wenn ich KDE hochfahre verhält es sich irgendwie
anders. Mal sind die Symbole anders angeordnet, mal funktioniert
hier was nicht mal ist da was anders. Kleinigkeiten, aber trotzdem,
sowas ist kein Verhalten eines Rechners.
Ich finde, daß der KDE Quellcode sehr gut dokumentiert und sehr gut lesbar
ist.
habe.
Das ist ja auch gar nicht Sinn der Sache! Wo kämen wir denn hin, wenn Anwender
in den Quellcode schauen sollten? Bei KDE ist ja selbst das Übersetzen ein
Luxus,
auf den ich sehr gerne verzichte (Wie lange kompiliert man denn, bis man alle
Pakete endlich übersetzt hat? Ich meine im LinuxMagazin oder LinuxUser stand mal
etwas von 2 Tagen reine Kompilierzeit auf einem normalen Rechner dessen
Spezifikationen ich nicht kenne :) )
Wenn ich KDE hochfahre sieht es immer gleich aus. Für mich ist und bleibt der
Computer eine deterministische Maschine und ich wäre entsetzt, wenn jedes Mal
alles anders wäre! Da würde mich doch einmal interessieren, was da genau
gemacht wurde :-))
Das hat aber nicht nur mit fehlender Dokumentation zu tun. SoDies würde mich doch einmal genauer interessieren. Dies ist IMHO entweder
schlecht finde ich die gar nicht. Es ist leider so, daß sich KDE
nicht immer gleich verhält. Es hinterläßt temporäre Dateien überall
im Dateibaum und entfernt sie nicht unbedingt. Genauso mit
Prozessen. Wenn ich KDE beende habe ich immer noch KDE-Prozesse. Was
soll das?
ein BUG (der gemeldet und entfernt werden muss) oder ein simples Missverständnis
(und der Prozess soll durchlaufen, weil es ein Dämon ist!).
Also nun einmal bitte "Butter bei die Fische":
- Wo verhält sich KDE immer anders?
- Wo bleiben welche Temporären Files zurück?
- Was für Prozesse bleiben hängen?
und natürlich:
- welche Versionen hast Du installiert?
Es mag sein, dass es Fehler gibt. Ich bin mir sogar sicher, dass es viele Fehler
gibt! Aber so extrem, wie es hier ausgedrückt wurde, ist es auf jeden Fall
nicht,
oder ich war bisher blind, weil ich nicht darauf geachtet habe!
Was hängende Prozesse angeht: Wenn ein Parent-Prozess gekillt wird, dann reisst
dieser meines Wissens die Child-Prozesse alle mit. So gesehen kann ich das mit
den
hängenden Prozessen nicht ganz nachvollziehen.
Mit den besten Grüßen,
Konrad Neitzel
-----
SoftMediaTec GmbH
Rudolfstr. 19
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Tel: 069 / 27 22 09 25
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