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Re: CDROM Brenner Verwirrungen mit 7.2 Pro / KDE 2.2.1 ("lustig")
  • From: Steve Graegert <steve@xxxxxxxxxxxxxxx>
  • Date: Wed, 31 Oct 2001 12:46:09 +0100
  • Message-id: <01103112460901.01531@xp>
On Wednesday 31 October 2001 12:14, Markus Gonaus wrote:
> Am Mittwoch, 31. Oktober 2001 11:46 schrieb Andreas Allgeyer:
> > laufen. Und dann glaube ich hoffungsvoll an das Gute im Menschen, das
> > z.b. bewirken kann aus einem "uninteressierten" Windows-Umsteiger ein
> > interessierter Linux-Nutzer wird, der langfristig etwas zur Community
> > beiträgt. Das wird er allerdings sicherlich nicht, wenn die Community
> > behauptet, das man auf ihn sowieso verzichten kann.
>
> Tschuldigung, dass ich mich einmische, aber auch ich hab dem Fragesteller
> empfohlen bei Windows zu bleiben.
>
> Ich geb dir zwar recht, dass jeder Linux Umsteiger die Bedeutung des
> Systems erhöht. Nur: man muss klar sagen, dass die Desktop Anwendungen im
> Gegensatz zu den Server Anwendungen ziemlich experimentell sind, und jede
> Menge individueller Anpassungsarbeit erfordern. Das fängt schon damit an,
> dass Schriften unter Linux standardmäßig kaum lesbar sind. Einfach weil
> alle Distributionen bei 1024x786 die 75dpi Schriften einsetzen. Windows
> verwendet standardmäßig 100dpi Fonts, und das wohl aus gutem Grund.

ACK!

> Dann kommt noch das Märchen vom schnellen und ressourcenschonenden Linux,
> das sich verbreitet hat. Man vergisst den Windows Usern zu sagen, dass das
> nur an der Konsole gilt. Sobald sie bei X sind, ist der Bildaufbau sehr
> viel langsamer als unter Win, und unter einem 500MHz Prozessor und 128MB
> Ram wird es sehr zäh.

ACK!
Viele Wissen gar nicht, bevor Sie Linux verwenden, dass im Grunde das
optionale GUI nur eine Hilfe darstellt, aber die Probleme nicht wegwischt
oder gar vereinfacht.

> Dass die Unterstützung von Hardware weit problematischer ist als unter Win
> ist auch nicht zu leugnende Tatsache.
>
> Es sind also unhaltbare leere Werbeversprechungen die Leute wie den Phillip
> dazu bringen sich so eine Linuxdistribution (um gar nicht so wenig Geld) zu
> kaufen. Die sind dann verständlichermaßen frustriert darüber, dass sie es
> in Wahrheit mit einem Bastlersystem zu tun haben.

Ehrlich gesagt, kann ich auf meinem SuSE 7.1 Karton keine leeren
Versprechungen ausmachen. Es wird nirgends garantiert, dass bestimmte
Peripherie, Systemhardware oder Software automatisch funktionieren wuerde.
Man darf dies nicht mit der Unterstuetztung bestimmter Hardware vergleichen,
denn die Unterstuetzung allein garantiert noch lange nicht, dass das Geraet
auch wirklich reibungslos funktioniert.
Wenn ich mir ein Unix-Derivat zulege, muss ich vorher wissen, worauf ich mich
einlasse, schliesslich will ich damit bestimmte Ziele erreichen, was eine
intensive Auseinandersetzung mit der Materie erfordert. Es ist blauaeugig zu
glauben, dass ein Unix-System selbsterklaerend ist. Der OpenSource-Charakter
von Linux tut sein uebriges.

> Ein System mit dem sich -die notwendige Liebe vorrausgesetzt- hervorragend
> arbeiten lässt, und sich an praktisch jede beliebige persönliche Vorliebe
> anpassen lässt. Jemanden, der aber gewohnt ist, dass alles auf Anhieb zwar
> vielleicht nicht so wie man es will, aber irgendwie doch auch automatisch
> funktioniert, muss das frustrieren.

Das spielt keine Rolle, neues System, neue Gewohnheiten.

> Es ist also nur fair so jemanden klipp und klar zu sagen: Entweder du bist
> bereit zwei drei Monate ins Einarbeiten konfigurieren, und suchen und lesen
> lesen lesen und noch mals lesen zu investieren, und dann mit Linux
> glücklich zu sein und jeden Win PC als steife Zumutung zu empfinden, oder
> wenn dem nicht so ist, bei Win zu bleiben.

Da kann ich nur zutimmen. Selbst unter den Unix-Derivaten ist die Umstellung
oft sehr muesehlig.

Bye,

Steve.

--

Steve Graegert <steve@xxxxxxxxxxxxxxx> // Any one who considers arithmetical
CSI Technology Group <www.it-csi.de> // methods of producing random digits
Berlin, Germany // is, of course in a state of sin.
Phone: ++49.174.9456106 // -- JOHN VON NEUMANN (1951)

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