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Re: Backup und gleichzeitiger Datenzugriff
- From: Joerg Thuemmler <sysadmin@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx>
- Date: Mon, 01 Oct 2001 08:45:05 +0200 (CEST)
- Message-id: <200110010738.JAA00741@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx>
Waldemar Brodkorb schrieb am Sat, 29 Sep 2001 12:25:11 +0200: Backup und gleichzeitiger Datenzugriff
>>From the keyboard of Dominic,
>> Hallo Waldemar,
....
>>
> Es wird dann halte die letzte Version die auf Platte gesichert wurde
> auf Band gesichert. Beim nächsten Backup kommt dann die aktuelle
> Version wieder drauf ...
> Je nachdem wie oft die ein Backup machst und ob du Vollbackup oder
> differentielles Backup machst hast du dann aktuelle Sicherungen.
> Aber es kommt beim lesenden Zugriff zu keinem Problem.
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Hi,
das ist eine extrem gefährliche Meinung. Sie kann allenfalls für
das reine Editieren von Dateien und ähnliche Aufgaben so
stehengelassen werden !!!
Im - häufigen - Falle verknüpfter Dateien kann man sich leckere
Crashs produzieren. Beispiel: eine relationale Datenbank mit
Indexdateien: egal ob Du erst die Indices und dann das Datenfile
oder umgekehrt sicherst - es kann sehr wohl eine Inkonsistenz
bösester Art auftreten, wenn die Indexdateien einen anderen Stand
als das Datenfile haben! Und leider ist das nicht immer gleich zu
merken, abgesehen davon, daß Reindexe bei entsprechender Datenlage
locker Minuten bis Stunden brauchen können.
Ich kann nur ausdrücklichst warnen vor "Sichern ist ja nur
lesen..."! (Hat übrigens mit Win/Linux wenig zu tun, ist bei jedem
OS so, allenfalls geht Win mit der Erstellung von logisch
verknüpften Files sorgloser um, als andere, auch ReiserFS und
Konsorten beheben dieses - rein aus dem logischen Zusammenhang von
Daten folgende - Problem nicht!)
Sichern=harmloser Lesezugriff kann nur für von anderen völlig
unabhängige Dateien gelten.
Ganz abgesehen davon, das sowas extrem schlechter Stil ist, eine
Sicherung, bei der ich hinterher nicht weiß, welcher Arbeitsstand
ist denn nun genau drauf?
Ich denke, nachts mit cron, vorher Netzwerk down, ggf. auch killen
der Login-Shells von noch eingeloggten (jedes anständige Programm
sollte bei einem Kill noch seine offenen Transaktionen abschließen)
und dann sichern.
Sicherste Lösung: remounten der Partition als read-only.
--
may the tux be with You!
Joerg Thuemmler
sysadmin@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Vordruck Leitverlag GmbH Berlin, ZNL Freiberg
Halsbruecker Str. 31b, 09599 Freiberg, Germany
Tel. +49 (0)3731/303121
>>From the keyboard of Dominic,
>> Hallo Waldemar,
....
>>
> Es wird dann halte die letzte Version die auf Platte gesichert wurde
> auf Band gesichert. Beim nächsten Backup kommt dann die aktuelle
> Version wieder drauf ...
> Je nachdem wie oft die ein Backup machst und ob du Vollbackup oder
> differentielles Backup machst hast du dann aktuelle Sicherungen.
> Aber es kommt beim lesenden Zugriff zu keinem Problem.
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Hi,
das ist eine extrem gefährliche Meinung. Sie kann allenfalls für
das reine Editieren von Dateien und ähnliche Aufgaben so
stehengelassen werden !!!
Im - häufigen - Falle verknüpfter Dateien kann man sich leckere
Crashs produzieren. Beispiel: eine relationale Datenbank mit
Indexdateien: egal ob Du erst die Indices und dann das Datenfile
oder umgekehrt sicherst - es kann sehr wohl eine Inkonsistenz
bösester Art auftreten, wenn die Indexdateien einen anderen Stand
als das Datenfile haben! Und leider ist das nicht immer gleich zu
merken, abgesehen davon, daß Reindexe bei entsprechender Datenlage
locker Minuten bis Stunden brauchen können.
Ich kann nur ausdrücklichst warnen vor "Sichern ist ja nur
lesen..."! (Hat übrigens mit Win/Linux wenig zu tun, ist bei jedem
OS so, allenfalls geht Win mit der Erstellung von logisch
verknüpften Files sorgloser um, als andere, auch ReiserFS und
Konsorten beheben dieses - rein aus dem logischen Zusammenhang von
Daten folgende - Problem nicht!)
Sichern=harmloser Lesezugriff kann nur für von anderen völlig
unabhängige Dateien gelten.
Ganz abgesehen davon, das sowas extrem schlechter Stil ist, eine
Sicherung, bei der ich hinterher nicht weiß, welcher Arbeitsstand
ist denn nun genau drauf?
Ich denke, nachts mit cron, vorher Netzwerk down, ggf. auch killen
der Login-Shells von noch eingeloggten (jedes anständige Programm
sollte bei einem Kill noch seine offenen Transaktionen abschließen)
und dann sichern.
Sicherste Lösung: remounten der Partition als read-only.
--
may the tux be with You!
Joerg Thuemmler
sysadmin@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Vordruck Leitverlag GmbH Berlin, ZNL Freiberg
Halsbruecker Str. 31b, 09599 Freiberg, Germany
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