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Re: X-Server/Terminal vin Linux zu Linux übers TCP/IP-Netz
  • From: Peter Bossy <p.bossy@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx>
  • Date: Tue, 17 Jul 2001 09:49:02 +0200
  • Message-id: <01071709490202.00959@worf>
On Tuesday, 17. July 2001 08:21, Alexander Pohl wrote:
> also die variante die einzelnen applikationen zu exportieren kannte
> ich auch schon... ich fände es jedoch schon, wie auch an teuren
> kommerziellen "X-Terminals" wirklich einen normalen Loginscreen und
> dann auch meinen Desktop zu bekommen, so als würde ich vor dem
> "Server" (X-Client) sitzen. Wie schon gesagt mit Exceed ist dies
> möglich via XDMCP(-query) wobei eben im Exceed-Fenster an der
> "Workstation" es genauso aussieht als würde ich am "Server" startx
> aufrufen bzw. beim hochfahren dies automatisch gestartet.
> Die Variante mit dem Export funktioniert zwar, ist doch aber für
> (Fern-)Administrationszwecke eine wirklich sehr umständliche
> Lösung.

Es gibt 3 verschiedene aber nette Moeglichkeiten einen 2. Xserver zu
starten.
Die erste ist ganz simpel:
Deu ergaenzt die folgende Zeile in der Datei
/etc/X11/xdm/Xservers  :

:1 local /usr/X11R6/bin/X :1 vt08
und fr einen dritten Xserver:
:2 local /usr/X11R6/bin/X :2 vt09

-----------------------------------------------------------------

Die zweite Moeglichkeit ist dann sehr schoen, wenn Du auch mehrere
Rechner im Netz auf dem 2. Xserver ansprechen willst. In der
/etc/profile.local definierst Du ein alias:

alias x1=`X :1 -indirect hostname_wo_mein_xserver_laeuft &`
Du kannst auch den Chooser eines anderen Rechners benutzen:
alias x1=`X :1 -indirect hostname_wo_auch_ein_xserver_laeuft &`

Besser ist aber die erste Alternative.

Dann kannst Du ber die Konsole einen weiteren Server starten
mit dem Befehl x1.
Alternativ kannst Du Dir auch ein init-Skript fr den automatischen
Start basteln.

Voraussetzung ist, da die Rechner die dann im erscheinenden
Hostchooser zu sehen sind, auch den ferngesteuerten Zugriff auf
deren xdm zulassen.
Bei Linux-Rechnern mu dann in der Datei
/etc/X11/xdm/xdm-config die letzte Zeile entkommentiert werden:
DisplayManager.requestPort:     0

Wenn Du statt des xdm-Choosers lieber den khostchooser verwenden
willst kommentierst Du in der gleichen Datei die folgende Zeile aus:

DisplayManager.*.chooser:       /usr/X11R6/lib/X11/xdm/RunChooser

und ersetzt sie durch diese:

DisplayManager.*.chooser:       /opt/kde2/bin/chooser
------------------------------------------------------------------
Und nun kommt die Kroenung  :-)
Man kann auch einen vnc-Server starten, der nicht direkt sichtbar
ist (Paket vnc, Serie xap muß installiert sein). Damit kann man die 
Linux-rechner auch per Windoof gratis (ohne das teure exceed) 
fernsteuern. In der Datei
/etc/X11/xdm/Xservers machst Du einen anderen Eintrag:

:2 local /usr/X11R6/bin/Xvnc  -depth 32 -geometry 1024x768 :2
(Die fuer Dich geeigneten Parameter und Optionen mußt Du fuer Dich
selbst ausknobeln)


und dann kopierst Du die Datei Xsetup_0 als Xsetup_2 und
kommentierst folgende Zeilen aus:

#Fuer den Xvnc muß der folgende Teil auskommentiert werden:
if test -f $sysmodmap -a -x $xmodmap ; then
    $xmodmap $sysmodmap
fi


Das ganze eignet sich auch hervorragend fuer Rechner ohne Monitor.
Man kann
1.Xprogramme einfach exportieren
2.Sich einen kompletten Xscreen des Rechners per X :1 -indirect
hostname oder X :1 -query hostname auf den eigenen Rechner (oder
Xterminal) holen, weil schon ein xdm bzw. kdm luft. 
3.Auch auf Windosen und Macs (oder jeder andere Kiste auf der der
vncviewer luft) ist der komplette Loginscreen und anschlieend der
Desktop mit vncviewer sichtbar.

Will man einen unsichtbare Xserver starten, der auf einem Rechner
ohne Monitor luft und der nicht ber vnc genutzt werden soll,
nimmt man statt des Xvnc den Xvfb. Dann kann man sich auch mit
Xnest als Viewer einen Desktop von einem anderen Rechner auf den
Bildschirm holen.

Anmerkung: Das ist ein alter recycelter Text, den ich jetzt nur noch 
mal angepasst habe. Kann sein, dass ich nicht alle Unstimmigkeiten 
beseitigt habe. Musst Du Dich mal durchwursteln


Hoffe, Du kannst was damit anfangen.

Gruss

Peter



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