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Re: GTK-/QT-Lizenz
  • From: Bernhard Walle <Bernhard.Walle@xxxxxx>
  • Date: Thu, 3 May 2001 15:06:27 +0200
  • Message-id: <20010503150626.A731@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx>
Hallo,

On Thu, 03 May 2001 at 14:38 +0200, Bernd Brodesser wrote:
> * Konrad Neitzel schrieb am 03.Mai.2001:
> >
> > > Nein, Du darfst gegen QT nicht dynamisch linken, wenn Dein Programm
> > > nicht GPL ist. Was anderes wäre LGPL, unter der Gtk liegt.
> >
> > > Leute, die QT kommerziell nutzen (-> Opera), müssen eine QT-Lizenz
> > > erwerben.
> >
> > Hmm??? Kann es sein, dass du "kommerziell nutzen" etwas durcheinander
> > wirfst???
> >
> > Natürlich darf man Programme, welche QT benutzen, auch kommerziell nutzen!
> >
> > Du benötigst lediglich eine kommerzielle Lizenz von QT, wenn Du Software
> > entwickeln willst, die nicht Open Source und so ist ...
> >
> > Hier also bitte das "kommerziell nutzen" nicht durcheinander werfen!
> >
> > Wäre ja auch schlimm, denn dann dürftest Du noch nocht mal mit KWork einen
> > Kaufvertrag für einen Gegenstand schreiben, den du gerade verkaufst ... Da
> > wäre das ganze KOffice und KDevelop und was es so gibt unsinnig :)

Dann nutzt Du aber KOffice kommerziell und nicht QT. Mit QT kann man
keinen Brief schreiben, sondern ausschließlich Anwendungen dagegen
linken. Zu dem Begriff "kommerziell", s. u.

> > Habe ich jetzt alle Klarheiten beseitigt? Gut!
>
> Noch nicht ganz. Natürlich darf man auch Programme, die der GPL
> unterliegen kommerziell verkaufen. Tut SuSE ja auch.

Vielleicht habe ich es unglücklich formuliert. Mit kommerziell habe
ich nicht gemeint, dass derjenige unbedingt Geld verlangt, sondern
einfach, dass er Closed-Source-Software entwickelt (die nicht unter
der GPL steht). Selbst wenn er diese Software verschenkt, darf er
nicht QT nutzen, weil er den Quellcode nicht zur Verfügung stellt.

Die GPL sagt ja nichts über die Menge an Geld aus, die jemand für
die Software verlangen darf. Sie sagt nur aus, dass jeder die
Software verbreiten darf und dass der Quellcode zur Verfügung
gestellt werden muss - wobei für das Extra "Quellcode" nur eine
Aufwandsentschädigung verlangt werden darf.

Wenn er also ein Programm entwickelt und es für 1000 DM verkauft
(GPL), kann der Käufer die Software wieder verschenken usw. Deshalb
kann SuSE ja verlangen was sie wollen; wenn sie zu teuer werden,
kauft es halt keiner mehr weil die GPL-Software ja jeder verkaufen
kann ...

Insofern habe ich "kommerziell" falsch verwendet; richtig wäre
Closed-Source-Software gewesen.

Im übrigen: Wieso muss die Diskussion unbedingt schnell beendet
werden? IMHO ist das hier *nicht* off-topic. Lizenzen gehören
genauso zu Linux wie das Thema, wie man eine Firewall einrichtet.
Manche verwechseln "off-topic" mit "interessiert mich nicht". Damit
meine ich ausdrücklich keinen bestimmen - mir fällt das nur öfter
auf, dass schnell dieses Wort "OT" fällt.


Gruß,
Bernhard

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