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Re: Zugriff auf DiskettenLWe von X-Terminals
- From: dkluenter@xxxxxx (Dieter Kluenter)
- Date: Wed Jun 14 20:20:46 2000
- Message-id: <m3n1koxbdt.fsf@xxxxxxxxxxx>
Hallo José,
José Luis Tinoco <tinoco@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx> writes:
Hallo Dieter!
Erstmal vielen Dank nochmal für Deine Mühe :-))
gern geschehen .
Aber, mag sich denn keiner der Mitleser an dieser Diskussion
beteiligen ? Ist doch eigentlich ein interessantes Thema. Jedenfalls
interessanter als "mein Staubsauger funktioniert nicht mehr, wie
wechsle ich die Filtertueten".
Also:
Dieter Kluenter wrote:
Jetzt verstehe ich langsam. Die clients haben aber doch die Dateien
/tftpboot/client/etc/fstab
Das ist richtig.
/tftpboot/client/home/user
Das aber nicht. Es gibt gar kein /tftpboot/client/home -Verzeichnis, es
gibt nur /home bei uns. Nur da sind Benutzerdaten zu finden. Wenn ein
Benutzer in den Rechnerraum kommt, und sich einloggt, läuft seine
X-Sitzung nicht an der Maschine, an der er sich einloggt, sondern am
Server. Das ganze Dateisystem, das der Benutzer während seiner Arbeit
sieht, ist das des Servers. Er greift dann ganz normal auf seine Sachen
in /home/benutzer zu.
Also doch keine changeroot Umgebung,.
In ./client/etc/fstab kannst du doch die client Adresse mit /dev/fd0
und Mountpoint relativ zum Wurzelverzeichnis, also
z.B. /tftpboot/floppy setzen
Ja, das ist schon ungefähr so eingetragen. Wenn ich mich vor einen
unserer Terminals hinsezte und z.B. Strg+Alt+F5 drücke, und mich dann so
lokal am X-Terminal (also ohne, dass der Server etwas davon mitbekommt)
einlogge, kann ich ganz normal mit "mount /floppy" das Diskettenlaufwerk
des X-Terminals mounten. Ich hoffe, das meintest Du.
Nein, das meine ich nicht.
Ich habe immer noch Verstaendigungsprobleme, wieso kann man sich
amX-Terminal einloggen, ohne das der Server etwas mitbekommt ? Der
Terminal hat doch keine Festplatte, geschweige denn ein lokales
Root-Verzeichnis. Alles spielt sich doch innerhalb /tftpboot/client,
also auf dem Server ab.
Das Floppy-Device wird ja dann ueber den Mointpoint auf dem Server
gesehen.
Ganz genau.
Aber wieso hat das X-Terminal denn ueberhaupt ein
Dateisystem? Ich denke das sind Diskless Clients ? Der Client hat
doch nur ein Mainboard mit BIOS, einen Prozessor, wenig RAM , eine Netzwerk
Karte und vielleicht einen SVGA-Chip auf dem Mainboard.
Ok, ´tschuldigung, ich hab da ein paar Begriffe durcheinander gebracht,
glaube ich. Ja, die Terminals haben bei uns keine Platte, mit
"Dateisystem des Terminals" meinte ich, das was unter /tftpboot/client
zu finden ist, also das, was der Terminal "sieht".
OK, so wie ich das oben beschrieben habe, aber warum als root
einloggen und wozu ssh ? Das klingt fuer mich wie "von hinten, durch
die Brust ins linke Auge schiessen" :-)
Ja, das kommt mir auch _ziemlich_ unnötig kompliziert vor, nur fällt mir
leider nichts Besseres ein.
Als root einloggen... Eigentlich startet der Benutzer nur ein Skript mit
su1, das mit root-Rechten dem X-Terminal sagt, er solle bitte sein
Diskettenlaufwerk mounten (dafür loggt sich root für eine halbe Sekunde
in den passenden Terminal ein und führt da "mount /floppy" aus).
Wie kann man es besser machen? Der Benutzer sitzt an seinem Terminal,
das Floppy-Icon, das er auf seinem KDE-Desktop sieht, ist in
/home/benutzer/Desktop/Floppy.kdelnk konfiguriert. Da habe ich meine
Änderungen eingetragen, aber das ist ja nur dem Server bekannt.
Das ist also ein prinzipielles, konzeptionelles Problem. Der Anwender
verlaesst also sein Wurzelverzeichnis (um nicht zu sagen changeroot)
um sich mit einer quasi telnet-Verbindung auf dem Server direkt
einzuloggen. (Man vergebe mir den Begriff "quasi-telnet-Verbindung"),
das macht es aber, glaube ich plastischer.
Der Benutzer kann nur auf dem Server Befehle ausführen lassen (da erTeil.
sich an den Terminals _lokal_ nicht einloggen kann, er kann sich nur
grafisch über diesen X-Terminal am Server einloggen), also muss ich es
irgendwie schaffen, dass er durch Ausführen eines Programms/Skriptes auf
dem Server, seinem X-Terminal (ein anderer Rechner, der ihn als Benutzer
gar nicht kennt) sagt "Kannst Du bitte Dein Diskettenlaufwerk unter
Deinem /floppy -Mountpoint mounten? Danke!". Das wäre der erste
Das ist, glaube ich, der Denkfehler, das X-Terminal ist *kein* fremder
Rechner, sondern nur ein Terminal, genauso , als ob du Ctrl-Alt-F3,
Ctrl-Alt-F4 betaetigen wuerdest, Linux ist eben prinzipiell ein
Netzwerk OS, gleich ob im loopback lokal, oder im Ethernet. :-)
Zum zweiten Teil des Prozesses (der Terminal exportiert sein Floppy an
den Server), weisst Du schon was ich meine, so wie Du es in Deiner
letzten Nachricht geschrieben hast.
Ja ich kann dich jetzt besser verstehen, aber siehst du auch die
Moeglichkeit, es simpler und effizienter zu konfigurieren ?
Mir fällt da nicht nur nichts Besseres ein, mit fällt da einfach sonst
gar nichts ein :-((
Kannst Du Dir vorstellen, dass es im Prinzip anders geht?
Ja, kann ich :-)
Ich denke, wir sollten dann zuerst ueber Konzepte diskutieren. Wobei
mein Konzept eine Mischung aus LTSP (Linux Terminal Server Project)
und dem vollstaendigen changeroot Konzept fuer clients sein wuerde.
Das wuerde dann bedeuten , kein gemeinsamens Wurzelverzeichnis
fuer alle Anwender, sondern fuer jeden Anwender ein eigenes Wurzel-
verzeichnis relativ zu /tftpboot/client.
--
Dieter Kluenter
mailto: dkluenter@xxxxxx
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