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Re: swap leeren
  • From: Matthias.Kleine@xxxxxxxxxxxx (Matthias Kleine)
  • Date: Thu Jun 01 21:17:12 2000
  • Message-id: <0006012333490E.00584@orka>



Am Don, 01 Jun 2000 schrieb Wolfgang Weisselberg:

Aber schlag doch mal einen Algorithmus fuer 'Workstations' vor.

Na, wer weiß. Sicher nicht morgen...

Bei einem Server sind zum einen die Daten pro Applikation nicht so
umfangreich wie bei GUI's,

Was ist ein Server, was ist eine Workstation?

Server: bietet Netzwerkdienste an. Workstation: Eine Arbeitsstation mit
Bildschirm und Tastatur, an der produktiv gearbeitet wird.
Typischerweise mit einer Reihe offener Applikationen wie eine Shell,
emacs, Netscape, Dateimanager, vmware, ein MUA, dazu gelegentlich ein
gcc usw.

Ich kenne genuegend Rechner, die man als Server ansehen kann
und die z.B. telnet oder ssh *lange* nicht verlangt haben.

OK, dafür muß auch nicht megabyteweise Programmcode geladen werden.

Eben. Allgemein: Daten, die lange[1] nicht gebraucht wurden,
werden ausgelagert.

Das eben will ich nicht. Ich will dem Kernel sagen: Der RAM ist groß
genug, Du sollst alles im Speicher halten. Gleichzeitig will ich
Swapping eigentlich nicht abstellen, falls der Moment kommt, daß ich
die Grenze des verfügbaren Speichers überschreite. Das Swapping soll
eigentlich nur Sicherheitsmechanismus sein.

Eigentlich liegt der Gedanke doch nicht so fern: Ich will den schnellen
RAM nutzen, so lange es geht. Ich will nur dann die langsame Festplatte
benutzen, wenn es unbedingt notwendig ist. Das System swapt aber lange
bevor es eine Notwendigkeit gibt.

Wenn du "Nur je ein Programm, das bekommt praktisch alles"
willst, verweise ich dich auf DOS. Da hast du das.

Gerade das will ich nicht, sondern ich will ein Multitasking auf
relativ hohem Niveau: Viel Hauptspeicher, viele Applikationen, minimale
Verzögerungen. Ausgiebiges Swapping kommt vielmehr gerade "Nur je ein
Programm, das bekommt praktisch alles" näher, denn dann kann ich die
Programme ja auch schließen und neu starten, wenn ich sie wieder
brauche

- Matthias


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