Mailinglist Archive: opensuse-de (4451 mails)

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Re: Suse 6.4 ist o.k.
  • From: jhe@xxxxxxxx (Joerg Henner)
  • Date: Fri Apr 14 14:54:57 2000
  • Message-id: <20000414165457.B14634@xxxxxxxx>



On Fri, 14 Apr 2000, Oliver.Tennert wrote:

Was soll dieses daemliche Hin-und Hergewechsel denn bitte schoen bringen?
SuSE entwickelt eben mit am Kernel, was ist dabei? Das machen
viele. Irgendwann wird's dann zum Standard dazugehoeren.

Du glaubst garnicht wieviele Anwender zwischen den Distributionen einfach
mal so, oder weil sie enttäuscht sind, hin-und-her wechseln ;)

Das tut es eben doch! Bei unseren Rechnern z.B. und zwar MIT der
Standardinstallation v. Netscape 4.72. Dort, wo es bei uns nicht lief, war
eine alte
"plugin.defs" schuld. OK.. das kann man als Inkompatibilitaet bezeichnen.
Uebrigens kann ich ebenfalls all die Probleme mit Netscape6 auf unseren
Rechnern NICHT nachvollziehen. Bis auf die Anpassung von ein zwei Pfaden
im Wrapper-Skript war alles OK. Keine Memory-Ueberlastung, keine fehlenden
Bibliotheken, kein Absturz.

Es ist zubezweifeln, das dies ein normalsterblicher Anwender hinbekommt.

Mir ist zwar nicht ganz klar, was dich emotionell so erregt, aber ich sehe
das so: Wenn es keine grossen Distributoren wie SuSE o.ae. gaebe, haette
Linux nicht die Bedeutung, die es jetzt hat. Es waere vielmehr immer noch
lediglich das Steckenpferd einiger C-Enthusiasten, die trotzdem nichts
veraendern koennten in der IT-Landschaft. Meinst du, Euer "LinuxHaus
Stuttgart" wuerde es auch geben, wenn nicht mittlerweile jeder Jugendliche
zumindest mal eine grobe Ahnung hat, was Linux ist?

Da geb ich dir auch voll und ganz recht. Aber Linux wäre auch schon weiter,
wenn man etwas sorgfältiger damit umginge ;)

Das ist schade, denn genau mit solchen immer etwas aggressiv wirkenden
Postings verdirbst du vielleicht dem einen oder anderen Linux-Einsteiger
den Spass daran. Und der wandert dann vielleicht wieder ins M$-Lager ab.

Mag sein, aber ich weise auch deutlich damit darauf hin, das Linux lediglich
eine "Alternative" ist, und nicht wie von viele angenommen "das bessere
System".

Uebrigens halte ich nebenbei gesagt nicht viel von Tips im Forum nach dem
Motto: "Lies doch mal die Manpage, da steht's drin." Dieser ist naemlich
vom Informationsgehalt Null. Und das habe ich eben hier haufenweise
gefunden, auch von Euch. Was macht denn ein LinuxHaus? Loest es nicht etwa
auch Probleme von Kunden, also Linux-usern?

Du musst hier unterscheiden, ob ich zeit finde jeden Artikel zu lesen,
dann zu überlegen und ein gutes Posting dazuschreibe, oder ob ich evtl.
nur hin-und-wieder mal ein paar tips gebe, wo der Antwortsuchende auf alle
Fälle weiterkommt.

Wir hatten hier schon öfters die Diskussion über den "Erwartungsanspruch"
auf Hilfe - und das ist auch nicht ok.

Vielmehr sollte man das eigene
Wissen vielleicht etwas didaktisch
aufbereitet und dem Problem angepasst demjenigen zukommen lassen, der nach
etwas fragt, oder still sein.

Dann müsste ich Still sein - aber genau das schadet der liste mehr (oder
wertet sie ab), als wie wenn man die Infos kurz und knapp hält, und hinweise
gibt wo man weitere infos findet.

Wer hier erwartet, das jemand sein Problem für ihn löst, der ist hier
wohl falsch. bist du denn bereit jedem anwender das handbuch vorzulesen ?
(bei man-pages/how-to's verhällt sich das genauso).

Anyway: Wir verfolgen die Philosophie, "Wer nicht lesen will/kann, darf
auch was zahlen" - und damit fahren wir recht gut.

Mit freundlichen Grüßen,

Joerg Henner.


--
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