Mailinglist Archive: opensuse-de (4451 mails)

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Re: Re: Suse 6.4 ist o.k.
  • From: tennert@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx (Oliver.Tennert)
  • Date: Fri Apr 14 14:26:43 2000
  • Message-id: <Pine.LNX.4.02.10004141453190.16750-100000@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx>



- der aktuelle Kernel 2.2.14 deutlich weniger Schwaechen hat als der
2.2.10er, vor allem hinsichtlich der ISDN-Unterstuetzung (z.B.
hinsichtlich der automatischen Einwahl)

Wenn man davon absieht das es sich dabei um einen SuSE-Kernel handelt,
und nicht um einen Linux-Native-Kernel ! Der Umstieg auf eine andere
Distribution mit einem Native-Kernel dürfte für die meisten SuSE-User
eher problematisch werden.

Was soll dieses daemliche Hin-und Hergewechsel denn bitte schoen bringen?
SuSE entwickelt eben mit am Kernel, was ist dabei? Das machen
viele. Irgendwann wird's dann zum Standard dazugehoeren.
- die meisten Bugs aus 6.3 behoben wurden
2 behoben, 3 dazugekommen ;)
Na, du meine Guete, das wird immer so sein, dass Bugs dazukommen, andere
dafuer ausgemerzt werden. Ein Kollege von mir hatte RedHat 6.1 auf seinem
Rechner und es nicht viel fehlerfrei gelaufen. Vieles war schlecht
konfiguriert.


- ReiserFS stabil laeuft

einer der wenigen plus-punkte

- Netscape stabil laeuft: die Einbindung des Acrobat-Plugins funtkioniert,
im Gegensatz zu frueher!

wenn man davon absieht, das sich netscape nicht mit einem multi-user system
bei einer standard-installation verwenden lässt - ist das ok *fies_grins*
(siehe hierzu mein beitrag wege "ndebug") - der passende Bug-Report (work-
around) kam übrigens von uns, das passende Bug-Fix aus der Liste hier in
Verbindung mit einem SuSE-Entwickler ;)

Das tut es eben doch! Bei unseren Rechnern z.B. und zwar MIT der
Standardinstallation v. Netscape 4.72. Dort, wo es bei uns nicht lief, war
eine alte
"plugin.defs" schuld. OK.. das kann man als Inkompatibilitaet bezeichnen.
Uebrigens kann ich ebenfalls all die Probleme mit Netscape6 auf unseren
Rechnern NICHT nachvollziehen. Bis auf die Anpassung von ein zwei Pfaden
im Wrapper-Skript war alles OK. Keine Memory-Ueberlastung, keine fehlenden
Bibliotheken, kein Absturz.

Uebrigens: eine Sache wie Linux lebt von der Unterstuetzung eines jeden
einzelnen Users. Wer Bugs findet, sollte es (moeglichst mit
Loesungsvorschlag) immer gleich irgendwohin posten, in Newsgroups, an
Distributoren etc. So entwickelt sich Linux weiter. Die Einstellung, dass
eine Distribution dafuer sorgen soll, dass "Linux incl. Zusatzsoftware
gefaelligst fehlerfrei laufen soll" ist genau untypisch fuer die
Linux-Community. Wenn das "LinuxHaus Stuttgart" sich dazugehoerig fuehlt,
sollte es das wissen:

Du verwechselst "Hobby" mit einem Kommerziellen Produkt. Sagt dir der
Begriff "Leistungsmerkmale" sowie "Qualitätssicherung" etwas ?
Sowas sollte zumindest zu denken geben - zumindest wenn man ein Produkt
verkauft. Dabei spielt noch nicht mal der Preis eine besondere Rolle.

Mir ist zwar nicht ganz klar, was dich emotionell so erregt, aber ich sehe
das so: Wenn es keine grossen Distributoren wie SuSE o.ae. gaebe, haette
Linux nicht die Bedeutung, die es jetzt hat. Es waere vielmehr immer noch
lediglich das Steckenpferd einiger C-Enthusiasten, die trotzdem nichts
veraendern koennten in der IT-Landschaft. Meinst du, Euer "LinuxHaus
Stuttgart" wuerde es auch geben, wenn nicht mittlerweile jeder Jugendliche
zumindest mal eine grobe Ahnung hat, was Linux ist?


Linux ist nicht deswegen stark geworden, dass es fehlerfrei ist, sondern
dass Fehler schnell ausgemerzt werden!!

Ja, aber wenn ich Bug-Reports über 2-4 DIN-A4-Seiten schreibe, und diese
dann nicht einfliessen, dann kann ich diese Reports auch in die Tonne
treten.
Es geht nicht darum, klare Worte zu gebrauchen. Man sollte nur keine
Extremmeinungen annehmen, ohne ein bisschen nachzudenken. Ich kann jetzt
natuerlich nicht nachvollziehen, was du fuer Bug-Reports geschrieben hast
und wieviel davon umgesetzt wurde. Ich habe jedoch das Gefuehl, dass die
Bugs, die ich finde, im naechsten Release weg sind. Meistens sind das
uebrigens auch genau die, welche in der SDB auftauchen.

Ich weiss auch, das mein Einstiegs-Artikel vielleicht etwas
"übertrieben"
dargestellt ist - aber ich bringe lieber etwas auf den punkt wie das ich
um den heisen brei rumrede. das ich mir damit nicht immer freunde mache,
weiss ich selbst...

Das ist schade, denn genau mit solchen immer etwas aggressiv wirkenden
Postings verdirbst du vielleicht dem einen oder anderen Linux-Einsteiger
den Spass daran. Und der wandert dann vielleicht wieder ins M$-Lager ab.
Uebrigens halte ich nebenbei gesagt nicht viel von Tips im Forum nach dem
Motto: "Lies doch mal die Manpage, da steht's drin." Dieser ist naemlich
vom Informationsgehalt Null. Und das habe ich eben hier haufenweise
gefunden, auch von Euch. Was macht denn ein LinuxHaus? Loest es nicht etwa
auch Probleme von Kunden, also Linux-usern?
Vielmehr sollte man das eigene
Wissen vielleicht etwas didaktisch
aufbereitet und dem Problem angepasst demjenigen zukommen lassen, der nach
etwas fragt, oder still sein.

Viele Gruesse

Oliver Tennert

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