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Re: Fernsteuerung per Mail
- From: B.Brodesser@xxxxxxxxxxxxxx (Bernd Brodesser)
- Date: Thu Sep 30 05:57:39 1999
- Message-id: <19990930075738.A258@xxxxxxxxxxxxxx>
* Eilert Brinkmann <eilert@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx> schrieb am 30.Sep.1999:
Stefan Gofferje <stefan.gofferje@xxxxxxxxxxx> wrote:
ich verfolge diesen Thread mit stetig wachsendem Interesse. Mittlerweile
stellt sich mir aber die Frage, _was_ hier eigentlich ferngesteuert werden
soll? Geht es hier um Silos für Intercontinentalraketen oder doch nur um
Nö, da reicht eine mail ans Pentagon mit dem Inhalt rums. Oder der
Stadt die Du gerne zerstört haben möchtest.
Hoffentlich nicht ;-)
die heimische Kaffeemaschine oder das Licht oder so? Ich meine, man kann
es auch übertreiben, mit der "Sicherheit"... Und noch eine Frage stellt
Na ja, Licht ein- und ausschalten ist ziemlich harmlos, größere
Datenübertragungen könnten schon etwas mehr kosten, gefährlicher
könnte es eventuell bei der Kaffeemaschine (kein Wasser drin?) oder
dem Herd werden. Nicht gerade der gebräuchlichste Gegenstand
Wie ich schon mal schrieb, so harmlos finde ich das alles gar nicht.
Und zwar unabhänging von der Frage, ob ein Unbefugter mir ins Handwerk
fuschen kann.
Wenn ich eine Kaffeemaschiene einschalte ohne Wasser drin, so ist die
Zerstörung der Kaffeemaschiene das Harmloseste, das Abbrennen der
Wohnung das schlimmste, was ich mir Vorstellen kann.
Wir verlassen uns viel zu sehr auf Computer. Es reicht eben nicht aus,
das sie alles richtig machen, sie müssten auch überwachen, ob nicht
etwas unvorhergesehenes eintritt.
zielgerichteter Angriffe, aber auch scheinbar harmlose Streiche oder
einfach nur technische Probleme können manchmal üble Folgen
haben. Eine gewisse Absicherung ist sicherlich sinnvoll.
Zum Beispiel Kaffeemaschiene nur anstellen wenn man im Haus ist.
In der Tat diskutieren wir hier zum Teil (einige meiner Bemerkungen
eingeschlossen) wahrscheinlich über mehr, als für diese einfachen
Fälle nötig ist. Aber vielleicht kommt ja auch jemandem der Gedanke,
solche Mechanismen für kritischere Anwendungen einzusetzen - da kann
eine Mahnung zur Vorsicht sicher nicht schaden. Außerdem ist das Thema
interessant :-)
Um mal ganz offen zu sein, ich habe es erlebt, an einer Stelle wo es
wirklich um sehr viel mehr ging als um Kaffee zu kochen. Nun ja
Atomraketen auch nicht. Jedenfalls da Stand ein Terminal rum, auf dem
Terminal war als Prompt nur ein #. Mhh, ich habe mal ein id gemacht.
Tatsächlich, da hat root vergessen sich auszuloggen. Ich hätte genauso
gut rm -r / machen können. Obwohl das noch relativ harmlos gewesen
wäre, da man den Schaden sofort mit dem Aufspielen von Bänder, die
alle paar Minuten erneuert werden, behoben worden wäre.
Soviel zur Sicherheit.
Bernd
--
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