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Re: Einführung Linux als Frontend gescheitert
  • From: TB.Kupka@xxxxxxxxxxx (Christian Kupka)
  • Date: Mon Sep 06 08:15:28 1999
  • Message-id: <m11Ntw0-0018yYC@xxxxxxxxxxxxxxxxx>



Thomas Schwarze schrieb:
Hallo Ekkard,

leider muss ich die Einführung von Linux als Einzelplatzrechner
im Büroumfeld aufgeben.

schade, war aber zu erwarten. Deine Kritik ist richtig, um allen
Entwicklern mitzuteilen, welche Bedürfnisse bestehen, und falsch, wenn
Du die Entwickler meinst und nicht Dich selber.

???

Unix ist Unix und Windows ist Windows. Windows ist sehr weit
verbreitet, viele kennen es, es gibt viele brauchbare
Office-Anwendungen, und alle möglichen Hardware-Hersteller entwickeln

Mit Unix/Linux bekommst Du ein stabiles und sichereres Betriebssystem,
welches gerade für den Arbeitsbereich sehr gute Voraussetzungen
mitbringt. Damit ist aber auch eine Installation und Einführung durch
Fachleute notwendig, die Ahnung davon haben. Von einem Fachmann rsp.
einer Fachfrau installierte Linuxrechner auf Einzelplätzen oder
vernetzten Systemen sind in der Regel weitaus produktiver als
Windowsrechner (Verfügbarkeit, Ablenkung und "Spielereien" usw.).

???

Wenn dieses Fachwissen nicht vorhanden ist, sollte für
Firmeninstallationen wirklich Windows verwendet werden, weil man dann
für Fehler immer Billy G. verantwortlichen machen kann. Mit Linux muß
man die Verantwortung selber tragen.

Das mag ja richtig sein, aber man sollte nicht dem Trugschluß unterliegen ein
NT-Netz mit irgendwelchen Win9x-Erfahrungen zu administrieren. Den Win9x und NT
haben die Oberfläche als auffäligstes Merkmal gemeinsam, der Rest unterscheidet
sich erheblich. Wenn man das ohne Fachwissen macht, braucht man sich über
"offene Systeme" und permanente Blue Screens nicht wundern. Das wird unter
Linux nicht anders sein.
Ist das entsprechende Fachwissen vorhanden ist NT ebenfalls stabil. Ist nicht
vollkommen, aber wer/was ist das schon. Und wer will kann NT via Kommandozeile
administrieren.
Ich will hier nicht irgendwem etwas aus/einreden oder irgendwas bevorzugen; für
mich ist ausschlaggebend was für meine bzw Firma Zwecke am besten geeignet ist.
Und wenn man gewachsene System von DOS über DOS/Novell DOS/Novell/NT vor sich
hat, mit allen Applikationen die sich über Jahre eingeführt haben wird man kaum
das System umstellen zu Linux weil das erhebliche Probleme bringt (auf der
Applikationsseite)
Das ist meine Erfahrung und offensichtlich auch von anderen.
Und noch mal zu deinem letzten Absatz oben. Für Fehler bei der Administration
ist es m.E. nicht so irgendjemanden verantwortlich zu machen sondern erstmal
generell den Fehler bei sich selber zu suchen. Diese Erfahrung habe ich selbst
gemacht.
Aussage von Freund Gerlach war halt nur nach seinen Erfahrungen, das Linux halt
(noch) nicht als Frontend geeignet ist und da hat m.E. und anderer halt Recht.

Das soll´s jetzt aber gewesen sein

Gruß Christian


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