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Re: fsck statt boot beim shutdown
  • From: Tobias@xxxxxxxxxxx (Tobias Markfeld)
  • Date: Thu Aug 26 10:05:22 1999
  • Message-id: <37C51162.D3B662A7@xxxxxxxxxxx>



Melchior FRANZ wrote:
Ich weiss, Du moechtest am bestehenden fsck und am mount count
nichts aendern.

jau.

Andererseits ist Linux ja ein System, dass
normalerweise sehr selten gebootet wird, und dafuer ist wohl
auch der Standard mount count von 20 ausgelegt. Wenn Du aber,
so wie ich, den Rechner mindestens einmal taeglich bootest,
ist 20 schon recht wenig, und ich halte es nicht fuer
fahrlaessig, ihn (mittels /sbin/tune2fs) z.B. auf 100
hinaufzusetzen.

timmt auch wieder.

Damit dann aber die langwierigen Checks nicht zwar
seltener, aber trotzdem genauso ueberraschend und damit
oft zum falschen Zeitpunkt kommen,

genau das würde ja trotzdem passieren...

kannst Du ja z.B.
den Zaehler beim Booten anzeigen lassen oder beim
Shutdown eine (akustische ;-) Meldung anzeigen lassen,
wenn beim naechsten mounten ein langwieriger Check
faellig wird. In dem Fall kannst Du ja die Maschine
gleich nach dem Shutdown noch einmal booten, und die
Sache so hinter Dich bringen.

Ist nicht das, wonach Du gesucht hast, aber besser als nix ;-)

richtig. danke trotzdem. gefällt mir aber nicht hundertprozentig.
und zwar weil ich ja aktiv werden muß. ich habe die wahl zwischen
einem extra-boot-vorgang, und die nervige sache hinter mich
zu bringen. und auf der anderen seite kann ich mich auch
weiterhin kalt überraschen lassen.

ich will aber eigentlich gar nichts mehr tun. es soll
vollkommen automatisch durchgeführt werden, aber nicht beim start.

Frank Heilmann wrote:
Die eigentliche Idee war ja die, daß der ausführliche Check beim
Start des Rechners unter Umständen stört - aber nicht unbedingt
immer.

im prinzip schon. nämlich dann, wenn der ausführliche
check durchgeführt wird. das kann ja schließlich auch zu einem
anderen zeitpunkt (beim runterfahren passieren.

Hört sich so an, als wäre eine sehr elegante Lösung die,
in LILO einen eignen Eintrag für "Schnellstart" einzutragen, welchen
man immer dann verwendet, wenn man es eilig hat, ansonsten
nimmt man den "normalen" Eintrag.

das wäre auch eine idee. darauf bin ich auch neulich gestoßen.
wie genau es geht, habe ich nicht ausprobiert. es würde
aber auf dasselbe herauskommen: ich würde nur noch den
fast-boot benutzen. fsck würde niemals mehr den ausführlichen
check durchführen. das soll ja nicht sein. oder aber ich müßte mich
in bestimmten abständen dazu entschließen, den normalen boot
mit dem ausführlichen check zu wählen. ich müßte also
wieder "aktiv" werden und die "nervige sache" erleben.
es sollte doch aber alles vollautomatisch sein.

Stefan Giessler wrote:
...schreib doch einfach die Zahl der reboots in einer Datei mit. In der Bash
koennte das folgendermassen passieren:
...

der weg ist allerdings meiner vorstellung schon amnächsten.
kommt mir aber nur etwas umständlich vor. denn warum das rad
neu erfinden? die mount-counts und fsck beherrschen die ganze
periodische durchführung des ausführlichen checks doch schon.
es soll eben nur beim runterfahren passieren.

hier also die lösung, an der ich zur zeit tüftele:

ich habe das halt-script in /sbin/init.d um einige zeilen
aus dem boot-script (das unverändert geblieben ist) ergänzt.
das script habe ich einmal angehängt.

dabei wird fsck auch beim runterfahren aufgerufen.
da die filesysteme beim start erst nach fsck gemountet werden,
erhöht sich der jeweilige mount-count erst da. daher kann
nur im halt-script der maximale mount-count erreicht sein. nicht
beim booten.

man muß noch dazu sagen, daß fsck im halt-script natürlich
erst dann durchgeführt wird, wenn alle filesysteme ge-umount-et
bzw. als ro ge-remountet sind (einschließlich root).

andernfalls müßte es zu einer fehlermeldung kommen.

die eingefügten zeilen sind durch jeweils zwei dreistellige
kommentare der form ### eingeschlossen und beginnen etwa
bei

# do fsck and start sulogin, if it fails.

ich habe es jetzt einige male getestet. und es scheint
genau meinen vorstellungen zu entsprechen.

was meint ihr dazu? irgendwelche bedenken?
ich nehme an, die bedenken hinsichtlich des root-
filesystems, das als rw gemountet sein könnte, konnte
ich ausräumen.

ciao

tobias
<HR>
<UL>
<LI>application/octet-stream attachment: boot
</UL>




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