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fsck statt boot beim shutdown
  • From: Tobias@xxxxxxxxxxx (Tobias Markfeld)
  • Date: Tue Aug 24 12:29:58 1999
  • Message-id: <37C29046.6499DB1F@xxxxxxxxxxx>



hallo liste,

ich hatte diesen thread schonmal am anfang des jahres
gestartet. leider hatte ich seitdem keine zeit mehr,
mich ganauer mit einer lösungsmöglichkeit zu befassen.
in den letzten tagen habe ich aber eine lösung gefunden,
die meinen vorstellungen entspricht.

ich möchte dennoch gern von euch wissen, was ihr
davon haltet und ob evtl. bedenken bestehen.

weil's so lange zurückliegt - hier nochmal das problem:

beim hochfahren meines rechners, was am tag mehrmals
passiert, wird fsck durchgeführt. anschließend werden
die partitionen gemountet. soweit alles ok.

bei jedem mount wird der index der sog. mount-counts
nach oben gesetzt. abhängig von der konfiguration
des datenträgers (mit tune2fs) besteht eine grenze
(sog. maximal mount-counts), nach deren erreichen
fsck einen ausführlichen check durchführt und den wert
anschließend wieder auf null setzt.

das erkennt man daran, daß normalerweise alle 20 mal
beim starten eine meldung in der art "has reached maximal
mount count" oder so. abhängig von der größe der jeweiligen
partition folgt dann ein z.t. langwieriger check, der natürlich
unbestritten in bestimmten abständen durchgeführt werden sollte.

mein anliegen war es nun aber, diesen ausführlichen check
nicht unbedingt beim hochfahren durchzuführen, weil es
manchmal nervt, wenn man vor dem pc sitzt und nur mal eben
schnell noch etwas erledigen möchte (emails checken, brief
ausdrucken...) und plötzlich fsck den ausführlichen test
durchführt.

warum also nicht diese prozedur dann durchführen, wenn
der rechner heruntergefahren wird. das wäre insoweit
ganz nützlich, als ich eine soft-power-off-funktion
auf meinem mainboard habe, die den pc nach dem herunterfahren
automatisch ausschaltet.

problem 1: wenn der datenträger fehlerhaft ist, muß das
trotzdem auf jeden fall beim hochfahren erkannt werden.

problem 2: wenn der datenträger beim runterfahren als fehlerhaft
erkannt wird, darf das nicht dazu führen, daß der rechner
ausgeschaltet wird.

hier meine derzeitige konfiguration:

ich habe das boot -script unangetastet gelassen. fsck wird also
weiterhin beim booten durchgeführt.

im halt -script habe ich einige zeilen aus dem boot-script
eingefügt, so daß fsck zweimal aufgerufen wird: einmal beim
hochfahren, einmal beim runterfahren.

ich habe die letzten zeilen des halt-scripts einmal angehängt.

der effekt:

1. beim hochfahren wird auf jeden fall, d.h. wie bisher,
fsck aufgerufen. das ist aufgrund der sicherheit einfach
unentbehrlich.

2. beim runterfahren wird fsck nochmal durchgeführt.
einmal mehr schadet zumindest nicht. sollte der datenträger
fehlerhaft sein, sollte das script auf eine eingabe des
users warten und den rechner nicht ausschalten.

3. der maximal mount-count liegt bei mir weiterhin bei 20.
Diese Zahl ist gerade. ;-) daher kommt es zu dem ausführlichen
check bei erreichen des maximal mount-counts nur regelmäßig
beim runterfahren.

(es sei denn, das medium wird einmal per hand
gemountet - kommt aber normalerweise nicht vor. wenn doch,
hilft ein unmount und ein mount und der mount-zähler stimmt wieder.)

und nun meine frage:

was meint ihr dazu? habt ihr irgendwelche bedenken?

ciao

tobias
<HR>
<UL>
<LI>application/octet-stream attachment: boot
</UL>




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