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Re: Linux um Unternehmen (und in Schulen)



Am Fri, 11 Jun 1999 schrieb Dirk Hebenstreit:

Deine Einwände gegen BASIC kann ich zwar nachvollziehen, aber es fehlt
doch ein Aspekt: BASIC wurde für Anfänger entwickelt (das "B" steht ja
für "Beginners") und eignet sich ganz gut, um überhaupt einen Eindruck
zu bekommen, was Programmieren bedeutet. Ferner ist der Erfolg sehr
schnell da und das ist vom pädagogischen sehr wichtig (wenn der Anfänger
20 Minuten benötigt, um ein "Hello World" unter C zum Laufen zu bekommen
oder einfach PRINT "Hallo Welt!" schreibt, dann ist die Frustgrenze
nicht so hoch)

passt, OK

Als Einstieg in die Welt des Programmierens ist BASIC also ganz
wunderbar und als abschreckendes Beispiel (Spagetti-Code) ebenfalls.
Nach den ersten Erfolgserlebnissen kann man dann anhand der Nachteile
von BASIC sehr schnell zu anderen Sprachen übergehen (früher war das
PASCAL, heute vielleicht C, weil universeller, oder C++, weil OO und das
ist ja "hipp")!

passt, OK. Aber C, C++, OOP ist nicht nur "hipp", sondern hat seinen Sinn,
da so sehr schnell und effiziente Programme entwickelt werden koennen.

An dieser Stelle stellt sich aber die Frage, was will ich erreichen
(Lernziel) und welches Know-How habe ich als Lehrer? Das Lernziel ergibt
sich aus den Stoffplänen und wenn da "Einfache Algorithmen in BASIC"
steht, dann macht man diese eben. Über das Know-How der Lehrer wurde
hier schon viel gesagt...

Für diejenigen, die Informatik als Kurs neben anderen belegt haben, ist
BASIC schon ´ne ganze Menge Stoff um den es auch nicht schade ist, wenn
sie ihn anschließend wieder vergessen. Sie wissen dann aber, was
"Programmieren" und "Algorithmus" bedeutet (Und wenn sie QBASIC
benutzen, kennen sie sogar den Begriff "Editor" ;-) ). Wer aber mehr
will, der kommt zwangsläufig zu anderen Hochsprachen und dann ist man im
Bereich der Leistungskurse/Projekte angelangt. Hier aber sind eben viele

Lernziel erreicht !!!

Lehrer überfordert und dann versuchen sie sich eben mit dem zu
Behaupten, was sie können.

Aber ich sehe da noch ganz andere Varianten/Perspektiven:
- Ob Pro oder Contra WIN* sei hier dahingestellt: VisualBASIC ist _der_
Standard bei den Applikations-Sprachen; auch das kann in den Unterricht
einfließen (Argument: "Das können Sie auch später mal gebrauchen!")

genau: siehe Stellenanzeigen.

- Web-Sprachen (HTML, XML, Perl etc.); hier ist ebenfalls
Zukunftspotential
- Systemsprachen (C, C++, ASM...); hier hat LINUX seine Domäne für
zukünftige Admins
- SQL (ja, auch ´ne Programmiersprache)


--
Gruss an Alle

Uwe
--
uwe.toenies@xxxxxxxxxxx

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