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Re: Linux um Unternehmen (und in Schulen)
- From: marten@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx (Marten Feldtmann)
- Date: Wed Jun 16 09:40:36 1999
- Message-id: <37677114.3FC72AF9@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx>
Jens-Eike Jesau schrieb:
Da haben wir es doch schon.
Wie soll jemand das ohne Typisierung bewerkstelligen ?
Obwohl ich selber primaer in Smalltalk programmiere und daher mit
Typen nicht viel zu tun habe, muss ich Dir da Recht geben und
Erhard Schwenk - wie in vielen Punkten - widersprechen.
Typisierungen sind anscheinend fuer viele Entwickler eine Erleichterung
und daher ist wohl auch der Erfolg von Java zu sehen. Es ueber-
nimmt das Basismodell von C und C++ und ermoeglicht so den
Entwicklern den "Aufstieg".
Typisierung kann auch helfen, Fehler im Vorfelde zu vermeiden und
ist fuer einen Compilerbauer einfache eine Freude.
Ich muss Dir aber in einem Punkt widersprechen: es gibt
Datenstrukturen ohne Typisierung. Aus der Sicht eines Smalltalk-
Entwicklers bin ich immer wieder erstaunt, dass hier und
da immer wieder Loesungen veroeffentlicht werden, wie man
untypisierte Datenstrukturen in Systemen wie Java oder "C"
realiseren kann - oder die spaete Einsicht bei den Java-Leuten,
dass ein Metamodell sehr nuetlich sein kann.
Und die grundlegenste Stammtischweisheit der Softwareentwicklung
ist doch, dass ein Programm mit der Intelligenz seiner Datenstrukturen
steht und faellt.
Auch wenn Erhard dies als Stammtischweisheit abkanzelt, muss ich auch
hier dir Recht geben. Die Datenstrukturen - vor allem, wenn sie
irgendwo in Form eines Datenbanklayouts vorkommen - sind das
laengerfristige Geruest eines Softwaresystemes und zeichnen daher
primaer die Qualitaet eines Programmes aus. Dies hat primaer damit zu
tun, dass Datenstrukturen in Datenbanken nur schwer zu aendern sind
bzw. der Aufwand recht gross ist - ist also eher ein technisches
Problem - aber aus diesem technischen Problem entsteht halt eine
Weisheit, die sich dann als Stammtischweisheit verbreiten laesst.
Marten
--
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