Mailinglist Archive: opensuse-de (621 mails)
| < Previous | Next > |
Re: mit mkswap Platte leergefegt (fwd)
- From: packbart@xxxxxx (Hauke Lampe)
- Date: Sat May 01 13:20:04 1999
- Message-id: <Pine.LNX.4.05.9905011319480.4796-100000@xxxxxxxxxxxxxx>
On 1 May 1999, Robert Schratzer wrote:
> Ich meine wir müssen hier 2 Dinge auseinanderhalten, was Matthias in
> seiner ersten mail auch getan hat.
> a) braucht man wirklich ein "do you really really really want to do
> that????", und
Nein, der wer vorhat, mit solchen Programmen zu arbeiten, weiss, daß
er das wirklich, wirklich, wirklich tun will. Sonst würde er es nicht
tun.
> b) Muß ein Programm, das ausserhalb seines "Bereichs" (SWAP partition)
> arbeiten will nicht vorher anzeigen daß es das tun will?
Bezogen auf mkswap arbeitet dieses Programm _immer_ innerhalb seines
"Bereichs".
'mkswap sets up a Linux swap area on a device or in a file.'
mkswap kennt keine Partitionstabellen mit irgendwelchen Swap-Typen
(entscheidend für Linux ist eh nur die Signatur, die von mkswap an den
Anfang des Swap-Bereichs geschrieben wird), es kennt ja noch nicht
einmal Festplatten. Es kennt nur 'devices', auf denen halt ein Swap
angelegt wird. Ob das nun eine Diskette, ein NBD, eine Partition (oder
eine ganze Platte) oder ein anderes beschreibbares Objekt innerhalb
des Dateisystems ist, ist völlig egal. Es hat sogar eben brav
angefangen, einen Swap auf meinem Streamer anzulegen (auch wenn das
nicht funktionieren würde).
Die Philosophie der Admin-Tools ist:
"Gott (=root) wird schon wissen, was er tut."
Das lässt dem Erfahrenen alle Freiheiten in seiner Systemgestaltung
und dem Unerfahrenen lehrt es, mit diesen Freiheiten umzugehen.
> Was mich an Win immer gestört hat, und was Fehlersuche so erschwert, ist
> daß dort dauernd irgendwelche Änderungen in teilw. völlig anderen
> Bereichen ausgeführt werden, ohne dem Benutzer was darüber zu erzählen
> oder ihm VORHER die Wahl zu geben.
Entscheidet mkswap (um bei dem Beispiel zu bleiben, es tut aber auch
jedes andere Tool) denn irgendetwas, _ohne_ dir vorher die Wahl zu
geben? Wenn du /dev/hda eintippst, nimmt es an, daß du auch /dev/hda
meinst. Ein kleinverweichlichtes mkswap würde dich hartnäckig daran
hindern ("solls nicht vielleicht doch lieber /dev/hda1 sein?"), das
kostet Zeit und Nerven. Diese grausame Bevormundung des Users nervt
mich schon seit Einführung des unsäglichen Plug&Pray.
> Motto: "Das braucht Dich nicht zu interessieren, wir wissen schon
> was für Dich gut ist"
"Lustig" fand ich bei Windows die Systemkonfiguration. Wollte man
einen IRQ ändern (weil ich im Gegensatz zu Windoze aus Erfahrung
wusste, daß die Netzwerkkarte und der SCSI-Controller nicht zusammen
auf einem IRQ funktionieren), bekam man die hübsche "Diese Einstellung
kann nicht geändert werden"-Meldung. :-((
> Ich meine mkswap geht in diesem Fall ein bisschen in diese Richtung.
Nein! Definitiv nicht! mkswap macht nur das, was _du_ willst. Nicht
mehr und nicht weniger. Das was du befiehlst, geschieht.
Es ist ein ganz tumbes Programm, Typ "Einfacher Soldat". Es denkt
nicht über Befehle nach, es führt sie einfach aus.
'Eigenintelligenz' schadet hier nur. Denn die meisten Befehle, die von
dieser Überprüfung als 'merkwürdig' erkannt würden, sind in den von
ihren "Befehlsgebern" tatsächlich so gewollt. Der geringe Teil von
echten Fehlern würde eine solche Behinderung der Mehrheit nicht
rechtfertigen. Und ich kann es nur wiederholen, eigentlich niemand
macht soetwas zweimal.
> Ob der Benutzer jetzt root heisst oder nicht muß
> - vom Programm her gesehen - bei einer sauberen Programmierung egal sein.
Nein. Root is God. Root kann alles, darf alles und wird nach Eingabe
seines Passwortes nicht mit weiteren Kommentaren belästigt und
normalerweise bleibt er eh nicht lange als 'root', sondern nur
solange, wie er für die Erledigung einer Aufgabe braucht. Aus
Sicherheitsgründen, um nicht aus Versehen etwas kaputt zu machen.
Denn er steht über dem System. Er ist der Mensch und wird sich von
einer Maschine nicht belehren lassen. Wo kämen wir denn dahin?
Aus der Sichtweise des Systems heisst das, wenn 'root' /dev/hda
schreibt, dann meint 'root' auch /dev/hda und nichts anderes.
--
Grüssings,
Hauke (Es gibt Menschenrechte und es gibt Root-Rechte ;)
--
Um aus der Liste ausgetragen zu werden, eine Mail an majordomo@xxxxxxxx
schicken, mit dem Text: unsubscribe suse-linux
| < Previous | Next > |