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Re: was soll am c't-Editorial falsch sein ?
- From: td@xxxxxxxxxxxxxxxxxx (Tomas Duewiger)
- Date: Tue Sep 01 07:43:24 1998
- Message-id: <m33eacl1lv.fsf@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx>
"Peter Spiess" <p.spiess@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx> wollte es mir auch geben ;-):
Dieses Editorial war allerdings, wie Du schon sagst, ein voller Griff
in's Klo. Ich habe mich auch sehr geaergert und schon mal einen
Leserbrief verfasst, ich zoegere aber noch, da der Typ wirklich so
laecherliches Zeug von sich gibt, dass zu dem auch noch falsch und
oberflaechlich recherchiert ist.
Ich kann Deinen Ausführungen nicht folgen... Was bitteschön ist falsch an
den Aussagen ? Wenn Du mir das nachvollziehbar erklären kannst, akzeptiere
ich Deine Mail.
Mir scheint als ob Herr Kuri das Prinzip von freier Software nicht
ansatzweise verstanden hat (oder er will provozieren). Die `hundertste vi
Version' hat nun mal jemand geschrieben, der anscheinend der Meinung war,
er wuerde die Features benoetigen. Wenn er das Programm dann allen anderen
zur freien Verfuegung stellt, halte ich das fuer eine gute Sache. Warum
sollte er auf einmal bei KDE mitmachen? Oder ein Kernel Frontend
schreiben? `Die Entwickler' gibt es bei Linux nun mal nicht, es sei denn
jemand bezahlt sie dafuer etwas zu programmieren was er/sie gerne haette.
Vielleicht ensteht dieser Eindruck, weil den Distributionen hunderte von
Programmen beiliegen und man fuer einen vim keine $50 Sharewaregebuehren
zahlen muss? Das liesse sich schnell aendern.
Die Anspruchshaltung den Programmierern gegenueber ist
ungerechtfertigt. Jeder programmiert das was er kann, braucht und fuer gut
befindet. Wenn das nicht mit dem Geschmack eines Herrn Kuri
uebereinstimmt, soll er es entweder selbst programmieren oder wenigstens
keine Kritik an diesem Projekt ueben, da es anscheinend ausserhalb seines
Horizonts Verwendung dafuer gibt. Nur weil die Software nichts kostet und
gleich mit bei der Distribution dabei ist, so sollte man die Programmierer
doch mal wie eigenstaendige Firmen sehen. Gehst Du zu Adobe und sagst Du
brauchst garkein Photoshop, sie sollen lieber mal einen guten Editor
programmieren, weil Du gerade einen brauchst? Tust Du nicht? Warum sollte
man also von den vim Programmierern verlangen Linux einfacher zu machen?
Warum wird immer mit zweierlei Mass gemessen?
Ich bin der Meinung Linux kann ruhig einfacher werden, nur sollen die
Leute die das wollen auch Ansaetze liefern und nicht die bereits
vorhandenen Ansaetze ignorieren (Linuxconf z.B.).
Er will ein System das nichts kostet, aber trotzdem soll sofort auf seine
Wuensche eingegangen werden? Dann muss man Programmierer bezahlen, damit
sie sich 8-12 Stunden am Tag mit dem Programmieren befassen koennen. Das
will man dann aber doch nicht, also muss man warten, helfen, oder
wenigstens versuchen jemanden zu motivieren. Aber zu sagen, dass das was
dort programmiert wurde unnoetig ist, ist doch dummes Zeug.
Dieses Editorial war nicht motivierend noch in irgend einer Weise
konstruktiv.
Natuerlich sind die Schwaechen des komplizierten Systems vorhanden, aber
einfach zu sagen `macht mal' ist doch wohl daneben. Haette der Autor das
Ganze anders formuliert und seine eigene Anspruchshaltung zurueckgestellt
waere wahscheinlich kein Anlass zur Kritik, so aber ist es Ueberheblich.
Uebrigens ist der Autor dafuer bekannt dafuer subjektive Linux
Statements abzugeben.
Der Autor hat bisher sehr gut recherchierte Artikel verfaßt. Auch hier
solltest Du seinen "Unverstand" nachweisen und nicht heiße Luft
ablassen.
Ich habe nichts von "Unverstand" geschrieben. Mir ist seine Meinung nur
vor einiger Zeit auf ger.ct.linux aufgefallen.
Tomas
--
Tomas Duewiger
td@xxxxxxxxxxxxxxxxxx
<A HREF="http://www.music-satellite.de/spearhead/"><A
HREF="http://www.music-satellite.de/spearhead/</A">http://www.music-satellite.de/spearhead/</A</A>>
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schicken, mit dem Text: unsubscribe suse-linux
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