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Re: Peinlicher Erguss in NetInvestor 7/98
- From: peter.kuechler@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx (Peter Küchler)
- Date: Sun Jul 26 09:08:58 1998
- Message-id: <Pine.LNX.3.96.980726101346.1096A-100000@xxxxxxxxxxxxxx>
On Sat, 25 Jul 1998, Axel Schwarz wrote:
> >Müssen sie auch nicht unbedingt. Man könnte z.B. gleich auf BS-Ebene clustern,
> >oder noch besser auf Hardware-Ebene (dafür braucht man aber spezielle
> >Hardware). Auch in dem Bereich soll mit Linux einiges möglich sein, ist wohl
> >nur eine Frage des Know-How.
>
> Klar. Man koennte. Was eine gute Idee fuer ein Unternehmen. Warum sollte
> sich ein Unternehmen erst muehsam darum bemuehen, herauszufinden, wie es
> denn mit Linux dies und as machen koennte. Es geht hier um professionell
Halte ich für Blödsinn.
Wenn ein Unternehmen keine Fachleute hat, dann muß es genauso für OS/2 oder
NT mühsam herausfinden wie sowas geht wie auch für Linux.
Wenn es allerdings Fachleute hat, so wird es das in der Regel für Linux
erstens schneller und zweitens wesentlich kostengünstiger realisieren
können. Und sag mir jetzt nicht daß das falsch ist. Ich arbeite in einem
Laden, wo das gerade praktiziert wird.
> einzusetzende Serversysteme mit > 1000 Clients. Es geht darum, dass
> es dafuer professionelle NT/OS2 Loesungen gibt, fuer die auch die
> entspr. Fachleute auf dem Markt vorhanden sind.
Ja, das kenn ich, haben wir auch schon gehabt. Das geht etwas so:
Erst wird es im Haus selbst versucht.
Geht nicht richtig
Dann werden die Spezialisten geholt (für einen riesen Haufen Geld!)
Dann geht es (nicht immer)
Danach läuft es dann unter der Losung: Blos nicht anfassen, könnte sonst
stehen bleiben! Und wenn es trotzdem stehen bleibt, was dann?
Wieder Firma holen (wieder für einen Haufen Geld?) weil selber machen ist
ja nicht.
Jeder der Linux ernsthaft einsetzt, kann darüber nur leise lachen.
> Es muss einfach mal verstanden werden, dass Linux momentan (!) eine
> andere Zielgruppe und einen besseren Anwendungbereich hat. Jeder IT
> Profi weiss, dass er ein professionelles System nicht nur auf der Basis
> einer Platform aufziehen kann/wird.
Natürlich nicht.
Deswegen hab ich auch nix dagegen, z.B. Windows als
Arbeitsplatzbetriebsystem einzusetzen, z.B. Win95 bei typischen
Büroanwendungen. Das kennen sie alle und haben wenig Berührungsängste
damit. Bei unserem graphischem Informationssystem ArcInfo muß es dann
allerdings schon NT40 sein (Läuft nicht unter Win95). Solange im
Hintergrung als Serverbetriebssystem Unix (Linux, vorher Solaris) läuft,
kann ich ruhig schlafen. Wenn da mal de Windowskiste abschmiert, wen
jukt's, betrifft nur die Person die davor sitzt. Wenn ein Server
abschmiert oder in der Leistung einbricht, dann betrifft es nunmal alle.
Und so einen Mist brauch ich so nötig wie ein Loch im Kopf.
Man muß sich nur mal vorstellen:
Mein Schwager arbeitet in einer anderen Firma, bei der er sich mit Windows
rumärgern muß. Die haben eine Firma engagiert, die das Zeugs verkauft,
installiert und wartet. Letzt kam letzt recht fassungslos zu mir und
und berichtete von einem Fax das diese EDV Firma von MS bekommen hat auf
Grund einer Anfrage wegen mangelnder Stabilität von WIN95.
Darin stand, man müsse WIN95 lediglich jedes halbe Jahr mal neu
installieren, dann habe man doch ein stabiles System.
Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Ein etwas anderes Beispiel sind Novellserver. Die sind zwar recht
schnell, aber das Handling von den Dingern ist so gut, das sie bei uns
rausfliegen. Warum umständlich, wenn es auch mit Linux geht.
Beispiele gibt es dafür genug.
mfg
Peter Küchler
--
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