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Re: Partitionen - Linux - Win95 Laufwerk D
  • From: frank.bodammer@xxxxxxxxxxxxx (Frank Bodammer)
  • Date: Fri Jun 12 19:05:49 1998
  • Message-id: <35817C0D.20C6F566@xxxxxxxxxxxxx>



Stefan Andreas Tichy wrote:

> [...]
> Betrachtet W95 nur bekannte Partitionstypen oder bezeichnet dieses
> System vielleicht die unbekannte Linux Partition (hda2) einfach als
> defekt? Kann man dem W95 nicht explizit mitteilen, dass D: unter
> einer bestimmten Partition zu finden ist? Unter Linux habe ich da
> die "/etc/fstab".

Windoof95, wie auch DOS nehmen nur Partitionen auf, die vom Typ
DOS in der Partitionstabelle eingetragen sind. Die Reihenfolge ergibt
sich dabei automatisch. Die als aktiv gekennzeichnete primäre DOS-
Partition auf der ersten Platte, welche auch die Bootpartition sein muß,
wird immer C:, dann kommen in aufsteigender Reihenfolge, wenn vor-
handen, die primären DOS-Partitionen der folgenden Platten, aber
immer nur eine je Platte. Jetzt geht das ganze wieder bei der ersten
Platte los, und zwar mit den logischen Laufwerken in den erweiterten
Partitionen, da können jetzt aber mehrere je Platte eingebunden werden.

Ein Beispiel:

C: hda1 primäre DOS-Partition auf 1. Platte
D: hdb3 primäre DOS-Partition auf 2. Platte
E: hdc1 primäre DOS-Partition auf 3. Platte
F: hda5 1. logisches Laufwerk in erweiterter Partition auf 1.
Platte
G: hda6 2. logisches Laufwerk in erweiterter Partition auf
1.Platte
H: hdb7 logisches Laufwerk in erweiterter Partition auf 2.Platte
...usw.

Nimmt man jetzt eine Platte raus, rutschen alle nachfolgenden Lauf-
werksbuchstaben nach, und keiner kennt sich mehr aus, schon gar
nicht Win95. Zum Partitionieren würde ich auf keinen Fall fdisk von
DOS oder W95 verwenden, da diese unbekannte Partitionen durch-
aus entfernen, die Partitionstabelle umsortieren und beim Anlegen
neuer Partitionen deren Dateistruktur zerstören. Das beste und zu-
verlässigste ´fdisk´-Programm ist das von Linux.

> > Aber wie wird gebootet, wenn C aktiv ist?
> Linux und W95 werden ueber LILO ausgewaehlt. Nach der Info in
> "support-db/sdb/reinhold_lilo_2dos.html" muss hda1 (fuer W95) trotzdem
> mit dem "active flag" in der Partitionstabelle als bootable markiert
> sein. Soweit funktioniert es auch.

LILO muß im MBR (Master Boot Record) installiert sein, wenn man nichteinen
anderen Bootmanager verwenden will.
Installiert man LILO im Bootsektor der Rootpartition von Linux, müßte
man diese Partition als aktiv kennzeichnen, damit der Standard-MBR
diese Partition bootet, dann darf die W95-Bootpartition aber nicht als
aktiv gekennzeichnet werden. Verwendet man einen anderen Boot-
manager, kann LILO in der Linux-Rootpartition installiert werden.

> Na ja, im Zweifelsfall bleibt jetzt eine Neuinstallation. W95 Anwender
> muessten daran ja eigentlich gewoehnt sein.

Wenn man sich in den Aufbau der Partitionstabellen und die Boot-
techniken etwas reindenkt, kann man mit Linux-fdisk vieles richten.
Vorausgesetzt, daß noch keine Daten in den Partitionen zerstört
wurden. Die wichtigsten Daten jeder Partition sind Anfangs- und
Endzylinder, sowie der Partitionstyp. Kennt man diese Daten, kann
man eine zerstörte Partitionstabelle, ohne Datenverlust wieder neu
aufbauen.

Frank


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