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Re: [suse-blinux-d] Welche Programme nutzt ihr?
  • From: Marcus Habermehl <marcus.habermehl@xxxxxxxx>
  • Date: Thu, 29 May 2003 10:35:40 +0000 (UTC)
  • Message-id: <200305291236.03702.marcus.habermehl@xxxxxxxx>
Am Donnerstag, 29. Mai 2003 11:02 schrieb Hermann Bender:
> Hallo Marcus,
> habe gerade in einer anderen Liste gelesen, dass es für Linux - und auch
> für Knoppix - noch ein Programm namens "pdftotext" geben soll.
> Das ist ein Konverter (Name selbsterklärend).
> Dieses Programm gibt's auch für Windows.
> Du schreibst, dass Links javafähig ist; meinst du die Version, die mit
> Knoppix 3.2 mitgeliefert wird? Soweit ich mich erinnere, ging das bei mir
> auch nicht. Und wenn du fragst, ob die Programme blindenfreundlich sind, da
> muss ich bei Links doch Einschränkungen machen.
> Möglicherweise kann man was umkonfigurieren, aber bei Knoppix geht das
> nicht, weil die Konfigurationsdateien nur systemweit zur Verfügung stehen
> und gesperrt sind. Im Gegensatz zu Lynx kann man keine persönlichen
> Einstellungsdateien machen, jedenfalls hat eine flüchtige Durchsicht des
> Handbuchs das ergeben.

Links lässt sich, zumindest unter SuSE konfigurieren. Hier liegt die Version
2.1pre7-27 vor. Welche Version bei Knoppix eingesetzt wird kannst du ja mal
mit links -version prüfen. Bei Links finde ich halt super, dass es mit ESC
eine Menüleiste gibt. Man muss sich halt nicht die ganzen Kürzel merken.

> Die Nachinstallation von Programmen ist bei Knoppix schwer, und
> funktioniert nur, wenn man sich Knoppix auf die Platte installiert; aber
> die ganze Installiererei ist bei Linux auch ein wenig komplizierter als bei
> Windows; Setup starten, zwei bis drei Fragen beantworten, und los geht's,
> so einfach scheint das bei Linux nicht zu sein.

Das muss ich jetzt scharf zurückweisen. Zumindest bei rpm-basierenden Distris.
Sofern es keine Abhängigkeiten gibt, genügt auf der Konsole ein rpm -i
Paketname.rpm. Mit YaST hat SuSE das auch vereinfacht. Installiert man ein
Programm von CD und mit YaST, dann werden auch Pakete installiert, die die
Abhängigkeiten auflösen. Wie das apt-get von Debian funktioniert weiß ich
nicht.

> Auf der Sightcity in Frankfurt stellte die Firma Baum eine Neuentwicklung
> vor - Gnopernicus. Wie der Name schon sagt, läuft das Programm nur mit der
> Gnome-Oberfläche und nicht mit KDE. Das wäre, wenn das denn was taugt, ein
> erster Schritt in Richtung Zugänglichkeit der grafischen Oberfläche. Ich
> weiß nicht, welche Linuxdistributionen Gnome beinhalten.
> Gruß Hermann

In der Regel alle. Zumindest ist mir bis jetzt noch keine ohne Gnome
untergekommen. Okay, bei den Live-Distris kann das natürlich wegen
Platzmangels anders aussehen. Von Gnopernikus habe ich schon letztes Jahr
gelesen. Da gab es aber noch kein richtigen Informationen dazu.

Unter Gnome 1.4 hätte ich das mit Gnopernikus auch geschätzt. Allerdings habe
ich zweifel, dass blinde mit Gnome 2.x klar kommen. Es hat sich einiges
verändert. Und dazu kommt noch, dass die Programme teilweise (noch) nicht
richtig laufen. Vielleicht hat sich das ja geändert, bis Gnoperinkus
eingesetzt werden kann. Übrigens gibt es für Gnome noch ein zweite Projekt,
dass zur gleichen Zeit wie Gnopernikus ins Leben gerufen wurde. Wenn ich mich
richtig an den Bereicht erinnere, war das andere Projet vielversprechender
als Gnopernikus.

Ich denke aber mal, dass die Zeit zeigen wird, was unter Linux die richtige
Alternative zu Windows und Jaws & Co. wird. Muss aber sagen, dass die
Screenreader unter Linux einen großen Vorteil gegenüber ihren Windoskollegen
habe. Sie sind kostenlos! Als ich gehört habe, wieviel meine Schwester für
dieses dammische Jaws hingelegt hat. Das ist mir beinahe schlecht geworden.
Aber das gilt auch für Zeilen. Wobei das ja eigentlich gar nicht das Thema
war.

Marcus Habermehl

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